Vergütungen der DAX-Aufsichtsräte 2014 kräftig gestiegen

Frankfurt - Die Vergütungen der Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Unternehmen im deutschen Aktienindex DAX sind 2014 kräftig gestiegen. Im Durchschnitt verdienten die Chefkontrolleure 390.000 Euro und damit knapp 7 Prozent mehr als 2013, wie die Unternehmensberatung hkp group heute, Dienstag, in Frankfurt am Main mitteilte.

Der Abstand zwischen den Verdiensten der Spitzenverdiener und denen der Schlusslichter war demnach sehr groß. Am meisten verdiente im vergangenen Jahr der Aufsichtsratschef von Volkswagen, Ferdinand Piech: Er bekam fast 1,5 Mio. Euro.

Auf Platz zwei der bestverdienenden Aufsichtsratschefs lag Paul Achleitner von der Deutschen Bank mit rund 818.500 Euro; auf Platz drei folgte Gerhard Cromme von Siemens mit 615.500 Euro. Den letzten Platz belegte Infineon-Chefkontrolleur Wolfgang Mayrhuber, er bekam für seine Tätigkeit 141.500 Euro.

Der Durchschnittsverdienst der Aufsichtsräte lag deutlich unter dem, was die DAX-Vorstandschefs im vergangenen Jahr ausgezahlt bekamen: Im Mittel verdienten sie rund 5,9 Mio. Euro. Auch hier belegte VW die Spitzenposition der DAX-Unternehmen. Martin Winterkorn strich 2014 fast 16 Mio. Euro ein.

Mit Blick auf die unterschiedliche Bezahlung von Vorstand und Aufsichtsrat erklärte Joachim Kayser, hkp-Senior-Partner: "Dieser Abstand ist vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Verantwortung und des höheren Aufwands für Aufsichtsräte nicht gerechtfertigt und im Sinne eines Agierens auf Augenhöhe mit dem Vorstand sogar kontraproduktiv".

Frauen sind in den DAX-Kontrollgremien deutlich unterrepräsentiert. Als einziges Unternehmen im DAX besetzt Henkel den Aufsichtsratsvorsitz mit einer Frau. Simone Bagel-Trah, Ur-Ur-Enkelin von Firmengründer Fritz Henkel, verdiente 2014 rund 582.000 Euro und zählt international laut hkp zu den bestbezahlten Unternehmenskontrolleuren.

Wien/Linz (APA) - Der in Frankfurt börsennotierte österreichische Softwarehersteller Fabasoft hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2017/18 um 14,5 Prozent auf 24 Mio. Euro verbessert. Beim Nettogewinn gab es gar eine Verdoppelung von 1,48 auf 3 Mio. Euro. Das Unternehmen hat zuletzt auch Mitarbeiter aufgebaut.
 

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Fabasoft mit neuen Behördenaufträgen, Kapital angehoben

Unterföhring (APA/dpa) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat einen Branchenneuling zum neuen Chef gekürt. Der Aufsichtsrat ernannte den früheren Chef des britischen Staubsauger-Herstellers Dyson, Max Conze, am Mittwoch zum Nachfolger des vorzeitig abgelösten Thomas Ebeling.
 

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Staubsauger-Vertreter Conze ProSiebenSat.1-Chef

Luxemburg (APA/dpa) - Bereitschaftsdienste, bei denen Arbeitnehmer innerhalb kurzer Zeit für einen Einsatz zur Verfügung stehen müssen, zählen als Arbeitszeit. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden.
 

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EuGH: Bereitschaftsdienste mit rascher Anwesenheit sind Arbeitszeit