Vergabe von Firmenkrediten springt trotz EZB-Geldflut nicht an

Frankfurt - Die Kreditvergabe der Banken im Währungsraum kommt trotz der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum in Schwung. Die Geldhäuser vergaben im September lediglich um 0,1 Prozent mehr Kredite an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors als ein Jahr zuvor, wie die EZB am Dienstag mitteilte.

Im August hatten sie 0,4 Prozent mehr Darlehen an Firmen weitergereicht. Die Kreditvergabe an Haushalte legte um 1,1 Prozent zu.

Die Währungshüter kaufen seit März im großen Umfang Anleihen der Euro-Länder. Bis September 2016 wollen sie Wertpapiere - Pfandbriefen und Hypothekenpapiere eingeschlossen - im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Damit will die EZB Staatsanleihen für Banken unattraktiv machen und die Institute so dazu bewegen, mehr Kredite an die Wirtschaft zu vergeben.

Die für den Währungsraum wichtige Geldmenge M3 wuchs im September um 4,9 Prozent. Experten hatten mit einem Anstieg von fünf Prozent gerechnet. Die Geldmenge M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück