Vereinigung Cockpit: Streiks bei Ryanair noch nicht vom Tisch

Dublin (APA/dpa/AFP) - Eigentlich wollten die deutschen Ryanair-Piloten an diesem Mittwoch streiken, nun verhandelt die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ab Mittag mit der irischen Fluggesellschaft in Dublin. Man müsse herausbekommen, ob Ryanair wirklich Tarifverhandlungen anstrebe, sagte VC-Vorstand Markus Wahl am Mittwoch in Frankfurt.

"Es kann auch sein, dass sie sich nur über die Weihnachtstage retten wollen", sagte Wahl. Für diesen Fall müsse den Iren allerdings klar sein, dass auch Streiks vor Weihnachten noch durchaus möglich seien. Er persönlich rechne allerdings damit, dass man Fortschritte erzielen könne und einen weiteren Termin vereinbare.

Ryanair hatte in der vergangenen Woche nach koordinierten Streikdrohungen den europäischen Pilotengewerkschaften Verhandlungen darüber angeboten, sie als Interessenvertretungen anzuerkennen. Unter anderem die VC hatte das Angebot angenommen.

Bisher hatte die irische Billiglinie stets nur mit lokalen Piloten-Komitees an ihren europaweit verteilten Stationen gesprochen. Ryanair-Chef Michael O'Leary ist nun von seinem strikten Anti-Gewerkschaftskurs abgewichen. Früher hatte er erklärt, dass eher die Hölle zufrieren werde, als dass bei Ryanair Gewerkschaften Fuß fassen könnten. Am Dienstag hatte die Airline dann auch noch Gespräche mit den Gewerkschaften für die Flugbegleiter in Aussicht gestellt.

Gespräche mit der irischen Pilotengewerkschaft Ialpa am Dienstagabend verliefen nach Angaben von Ryanair "positiv und erfolgreich". Die Gewerkschaft äußerte sich dagegen zurückhaltend: Ryanair habe sich bei dem Treffen nicht bereit erklärt, die Anerkennung der Gewerkschaft schriftlich zu bestätigen.

Im September hatte die Billigfluglinie den Ausfall tausender Flüge bis März bekanntgeben müssen - offiziell, weil das Unternehmen bei der Planung der Jahresurlaube der Piloten Fehler gemacht hatte, laut Gewerkschaftsangaben aber auch, weil viele Piloten das Unternehmen wegen schlechter Bezahlung und schlechter Arbeitsbedingungen verlassen haben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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