Verdi will Weihnachtsgeschäft von Amazon stören

Düsseldorf/Seattle (APA/AFP) - Im Streit um eine Tarifbindung beim Onlinehändler Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag erneut zum Streik aufgerufen. Mit den Arbeitsniederlegungen am Standort Rheinberg solle das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers gestört und Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen gezwungen werden, erklärte Verdi.

Das Unternehmen lehne nach wie vor jede Tarifbindung seiner Mitarbeiter in Deutschland ab.

Im November hatte Verdi die Geschäftsführung der NRW-Standorte von Amazon angeschrieben und zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit" aufgefordert. Das Unternehmen habe in einem Antwortschreiben deutlich gemacht, dass es einen solchen Tarifvertrag für "unnötig" halte, erklärte die Gewerkschaft.

Dies sei "erst recht ein Grund weiterzumachen", kündigte Silke Zimmer vom Verdi-Landesbezirk NRW am Montag an. "Die Beschäftigten werden einen sehr langen Atem zeigen, um dem Konzern deutlich zu machen, dass Amazon keine tarifvertragsfreie Zone bleiben darf", erklärte Zimmer.

Der Tarifstreit zwischen Amazon und Verdi zieht sich bereits seit Jahren hin. Verdi will erreichen, dass die Beschäftigten nach dem Tarif im Einzel- und Versandhandel bezahlt werden. Amazon betont stets, es könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein. Das Unternehmen zahle in den Logistikzentren "am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist".

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte