Verdi will für Flugbegleiter der Ryanair verhandeln

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Beim irischen Billigflieger Ryanair zeichnen sich Tarifverhandlungen für die in Deutschland stationierten Flugbegleiter ab. Die DGB-Gewerkschaft Verdi will Mitte Mai erstmals mit den Iren über einen entsprechenden Vertrag verhandeln, wie sie am Montag in Berlin mitteilte. Die Fluggesellschaft habe als ersten Schritt Verdi als gewerkschaftliche Vertretung der deutschen Flugbegleiter anerkannt.

Die konkurrierende Kabinengewerkschaft UFO hat nach Angaben ihres Tarifexperten Nicoley Baublies kein derartiges Angebot erhalten. Ryanair wolle offenbar mit den zahmeren Flächengewerkschaften sprechen und nicht mit den Berufsgenossenschaften, sagte Baublies.

Dabei habe der erste Warnstreik der portugiesischen SNPVAC-Kollegen im April ermutigende Ergebnisse gebracht. "Die Ryanair-Beschäftigten haben die Angst verloren und sind verstärkt bereit, sich gewerkschaftlich zu organisieren." UFO werde zum Sommer Aktionen folgen lassen, die Ryanair zeigten, dass sie mit einem Verdi-Abschluss nicht die gewünschte Sicherheit vor Streiks erhalte.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"