Verdi unterstützt Energie-Deal um Innogy

Essen/Düsseldorf/Klagenfurt (APA/dpa) - Die deutsche Gewerkschaft Verdi will die geplante Neuordnung bei den Energieriesen E.ON und RWE unterstützen. "Das ist in der Tat ein Mega-Deal in der Größenordnung von 43 Mrd.Euro, den wir als Gewerkschaften - und das gilt sowohl für Verdi als auch für die IG BCE - begrüßen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Montag in Potsdam. Bsirske ist zugleich Vizechef des RWE-Aufsichtsrats.

Am Montagabend werde es eine Aufsichtsratsentscheidung geben. "Wir werden aber zustimmen, weil wir das als eine Chance für alle Beteiligten sehen, hier starke und investitionskräftige Unternehmen aufzubauen, und auch Perspektiven zu erschließen für Wachstum und für die Arbeitsplätze", kündigte Bsirske an.

E.ON will zunächst die RWE-Ökostrom- und -Netztochter Innogy komplett übernehmen und danach im Gegenzug den Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen beteiligen. E.ON würde dabei das lukrative Netzgeschäft von Innogy, die maßgeblich an der Kärntner Kelag beteiligt ist, erhalten. Die erneuerbaren Energien sollen unter dem Dach von RWE vereint werden, Innogy würde zerschlagen.

Bsirske sagte, der Deal sei für beide Unternehmen vorteilhaft und wertsteigernd. Er verbessere die Möglichkeiten, in Wachstum zu investieren sowohl auf der RWE-Seite als auch auf der E.ON-Seite. "Und das schließt Innogy im Grunde mit ein."

Auch die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries begrüßt die geplante Neuordnung bei den Energieriesen grundsätzlich. "Es ist gut, wenn es in Deutschland wettbewerbsfähige und international orientierte Energieversorger gibt", erklärte Zypries am Montag in Berlin. "Die jetzigen Pläne können dazu ein Beitrag sein. Eine Konzentration auf bestimmte Geschäftsfelder kann notwendige Investitionen bei Erzeugung und Verteilnetzen befördern."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte