Verdi-Chef Bsirske verteidigt Warnstreiks

Dortmund - Der deutsche Verdi-Chef Frank Bsirske hat die massive Ausweitung der Warnstreiks im öffentlichen Dienst verteidigt. "Warnstreiks haben die Funktion, Tarifverhandlungen zu beschleunigen und eine Einigung zu erleichtern", sagte Bsirske den "Ruhr Nachrichten" vom Dienstag. Das Angebot der Arbeitgeber würde auf eine Reallohnsenkung hinauslaufen, die die Beschäftigten nicht akzeptierten.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen machen die Gewerkschaften deutschlandweit mit Warnstreiks Druck. Für Mittwoch sind Arbeitsniederlegungen an Flughäfen geplant. Die Lufthansa strich als Reaktion darauf zahlreiche Flüge.

Auch am Dienstag sind bereits zahlreiche Streiks in anderen Bereichen des öffentlichen Diensts geplant. So rief Verdi etwa in Nordrhein-Westfalen unter anderem zu Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr, bei der Müllabfuhr oder in Kitas auf.

Die Tarifverhandlungen für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen werden am Donnerstag in Potsdam fortgesetzt. Verdi fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate betragen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London