Verdacht des Insiderhandels mit Hugo-Boss-Aktien

Metzingen (APA/dpa) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart schaut sich die Ereignisse rund um den Absturz der Hugo-Boss-Aktie im Jahr 2016 an. Es werde die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens geprüft, erklärte eine Behördensprecherin am Freitag und bestätigte einen "Spiegel"-Bericht. Hintergrund sei eine Anzeige der deutschen Finanzaufsicht BaFin wegen mutmaßlichen Insiderhandels mit Aktien des Modekonzerns.

Weder die BaFin noch das Unternehmen wollten sich zu Einzelheiten äußern. Eine Sprecherin von Hugo Boss betonte, gegen das Unternehmen sei nicht ermittelt worden.

Am 23. Februar 2016 warnte Hugo Boss seine Aktionäre vor einem Rückgang der Gewinne. Der Aktienkurs brach am selben Tag um fast 20 Prozent ein. Offenbar hatten sich laut "Spiegel"-Bericht jedoch einzelne Insider frühzeitig abgesichert: Kurz vor der Veröffentlichung wurden anscheinend noch größere Mengen an Wertpapieren verkauft. Gegen wen sich die Anzeige der BaFin richtet, wollten weder Finanzaufsicht noch Staatsanwaltschaft offenlegen. Dem "Spiegel" zufolge wird einem Aufsichtsrat von Hugo Boss vorgeworfen, Informationen über die bevorstehende Gewinnwarnung weitergegeben zu haben.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab