Verbund nach 3 Quartalen: Gewinn sank, Jahresprognose leicht erhöht

Wien (APA) - Der Stromkonzern Verbund hat in den ersten drei Quartalen wegen des Wegfalls von positiven Einmaleffekten aus dem Vorjahr sowie der geringeren Wasserführung weniger Gewinn erzielt. Die Prognose für das Gesamtjahr wird leicht angehoben.

Operativ fiel das EBITDA um 18,1 Prozent auf 663,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Fünftel (minus 20,7 Prozent) auf 269,5 Mio. Euro, teilte der Verbund am Mittwoch mit. Bereinigt um Einmaleffekte verringerte sich das EBITDA moderater um 5,0 Prozent auf 663,5 Mio. Euro, das bereinigte Konzernergebnis sank um 8,8 Prozent auf 252,1 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 2,17 Mrd. Euro.

Das rückläufige Ergebnis in den ersten drei Quartalen führt der Verbund insbesondere auf das deutlich schwächere Ergebnis im Segment Netz und die unterdurchschnittliche Wasserführung zurück. Die Wasserführung der Flüsse lag mit einem Erzeugungskoeffizienten von 0,94 um 7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums und um 6 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Erzeugung aus Wasserkraft sank um 1.360 GWh. Insgesamt war die Eigenerzeugung mit 24.785 GWh um 1,2 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Bei der thermischen Erzeugung konnten höhere Deckungsbeiträge aus dem Engpassmanagementeinsatz des Gaskraftwerks Mellach erzielt werden, das EBITDA sei aber dennoch gesunken, weil das Vorjahresergebnis von sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Bereinigung offener Themen zwischen Verbund und EconGas GmbH geprägt war. Positiv auf das Ergebnis wirkten höhere Beiträge aus den Flexibilitätsprodukten, die Maßnahmen der thermischen Restrukturierung sowie der Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme.

Für das Gesamtjahr erwartet der Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung und eines durchschnittlichen Winddargebots im vierten Quartal unverändert ein EBITDA von rund 830 Mio. Euro. Die Prognose für das (unbereinigte) Konzernergebnis wird angehoben: Der Verbund rechnet aufgrund der im dritten Quartal berücksichtigten Einmaleffekte im thermischen Bereich nun mit 320 Mio. Euro, zuvor waren rund 300 Mio. Euro erwartet worden. Die geplante Ausschüttungsquote für 2017 wird weiterhin mit 40 bis 45 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses in Höhe von rund 300 Mio. Euro erwartet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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