Verbund-Finanzchef: Weiterer Strompreisverfall große Herausforderung

Für den Verbund-Stromkonzern werden die nächsten Jahre angesichts der weiter verfallenden Stromgroßhandelspreise "eine große Herausforderung". Deshalb werde der Fokus auf Maßnahmen gelegt, die den Konzern stärken sollen, um gegen die Effekte des widrigen Umfelds ankämpfen zu können, kündigte Finanzvorstand Peter Kollmann am Mittwoch auf der Hauptversammlung an.

Für 2017 seien die Großhandelspreise schon im Vorjahr von 31,5 auf 26,6 Euro je Megawattstunde verfallen, heuer in den ersten drei Monaten aber nochmals weiter auf 22,4 Euro pro MWh. "Da sehen Sie, welche Herausforderungen sich ergeben", so der CFO zu den Aktionären. Jeder Euro Stromerlös pro MWh weniger schmälert das operative EBITDA des Verbund um 25 Mio. Euro, solcherart seien voriges Jahr durch Preisrückgänge von 39 auf 35 Euro/MWh in Summe 100 Mio. Euro beim EBITDA verloren gegangen, rechnete Kollmann vor; unterm Strich wuchs es aber dennoch um ein Zehntel auf 889 Mio. Euro, für heuer werden 750 Mio. Euro erwartet, bekräftigte er den bisherigen Ausblick - bezogen auf eine durchschnittliche Wasserkrafterzeugung; jedes Prozent über dem Mittel kann das EBITDA um 4,5 Mio. Euro steigern.

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber sprach auf der HV von einem "sehr sehr herausfordernden" Energiemarkt und geradezu "revolutionären Umbrüchen" speziell am gemeinsamen Elektrizitätsmarkt von Deutschland und Österreich, der unbedingt erhalten werden müsse. Die Energie- und CO2-Wende "wird uns noch in den nächsten Jahren beschäftigen", meinte Anzengruber. Der Fokus werde auf niedrigen Erzeugungskosten liegen müssen, denn die Stromgroßhandelspreise könne man nicht beeinflussen. Nach 35 Euro je MWh im Vorjahr erzielte der Verbund laut Kollmann bisher für heuer durch Hedgings Erlöse von 32,5 Euro/MWh, bei bisherigen Geschäften fürs kommende Jahr 2017 aber nur mehr 29,8 Euro je MWh. Es werde durch das schwierige Umfeld auch mehr Druck auf Mitarbeitern des Verbund lasten, sagte Anzengruber.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück