Verbund-Chef sieht Strompreis-Potenzial eher nach unten

Wien - Für die Endkunden-Strompreise sieht Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber am Markt mittelfristig kein Erhöhungspotenzial, sondern eher eine Stagnation oder vielleicht sogar die Möglichkeit einer Senkung. Dies könnte aber, wie in der Vergangenheit, auch wieder durch höhere Steuern oder Abgaben egalisiert werden, meinte Anzengruber am Mittwoch im Bilanzpressegespräch.

Der Verbund selbst zählte zu Jahresende bereits rund 322.000 Privatkunden und brachte es damit in diesem Stromkunden-Segment auf 7 Prozent Marktanteil. Zudem bietet der Verbund seinen Stromkunden seit Herbst auch Gas an, im Vorjahr konnten schon 3.000 Privatkunden gewonnen werden, die Entwicklung gehe weiter gut voran. Bei Stromkunden in Industrie und Gewerbe hielt der Verbund zu Jahresende bei rund 20 Prozent Marktanteil.

Zugunsten der E-Mobilität wünscht sich der Verbund-Chef Anreize wie sie etwa Norwegen oder Berlin setze. Auch könnte man die "Dienstwagen-Steuer" streichen, sofern Fahrzeuge mit Strom betrieben, meinte Anzengruber.

Mit dem Energieeffizienzgesetz, das seit Anfang 2015 gilt, sei man ja von Anfang an "nicht glücklich" gewesen, nun wisse man aber noch immer nicht, was man als Verbund an Maßnahmen anerkannt bekomme. Dafür wäre es aber Zeit, gab Anzengruber zu verstehen, denn wenn man als Produzent zu wenig eingespart habe (die Hälfte muss von diesen geleistet werden), dann drohe eine Strafzahlung von 200 Euro pro Megawattstunde (MWh), das sei "das Sechsfache des Marktpreises" für Strom.

Das Energieeffizienzgesetz sieht bis 2020 in Österreich ein Einsparungsziel von 310 Petajoule vor. Das seien 86 Mrd. Kilowattstunden (kWh) bzw. 86 Terawattstunden (TWh), also das 1,2-Fache des jährlichen Stromverbrauchs in Österreich von 70 TWh, rechnete Anzengruber vor. 159 PJ an Einsparungen müssen durch Beiträge der Energielieferanten zustande kommen, der Rest (151 PJ) durch strategische Maßnahmen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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