Verbund-CEO Anzengruber bleibt weitere zwei Jahre

Der Verbund wird weiterhin von vier Vorständen geführt. Der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden und CEO Wolfgang Anzengruber bis 2020 verlängert. Oberösterreichs LHStv. Strugl verlässt die Politik und wird Vize-CEO. Cisco Zentraleuropa-Chef Kasper wird ebenso neu in den Vorstand bestellt. Die Verträge mit Sereinig und Rabensteiner laufen Ende 2018 aus.

Wien. Der Vorstand des börsennotierten Verbund-Stromkonzerns wird nicht verkleinert, sondern umfasst auch ab 2019 vier Vorstandsmitglieder. CEO bleibt für weitere zwei Jahre, bis Ende 2020, Wolfgang Anzengruber (61). Um drei Jahre bis Ende 2021 wird CFO Peter F. Kollman verlängert, mit Option auf weitere zwei Jahre, hat am Mittwoch der Aufsichtsrat beschlossen.

Neu in den Verbund-Vorstand ziehen in einem halben Jahr der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl (54) und Achim Kaspar (53) ein, hieß es in einer Aussendung. Strugl und Kaspar wurden für drei Jahre bis Ende 2021 mit Verlängerungsoption auf zwei weitere Jahre, also bis Ende 2023, bestellt. Strugl wird außerdem stellvertretender Vorsitzender des Verbund-Vorstands.

Derzeit führt Strugl (ÖVP) in der oö. Landesregierung das Standortressort mit den Agenden Wirtschaft, Beteiligungen, Tourismus und Sport, Energie sowie einen Teil der Finanzen. Seit April 2017 ist er auch Vize-Landeshauptmann. Erst heuer im März wurde Strugl bei der Energie AG OÖ Chef des Aufsichtsrates, dem Gremium gehört er bereits seit fast neun Jahren an.

Kaspar ist seit 2008 General Manager von Cisco Austria, der Österreich-Niederlassung des US-Technologieunternehmens Cisco, sowie von Cisco Kroatien und Slowenien. Der gebürtige Kärntner studierte Betriebswirtschaft in Graz und startete seine berufliche Laufbahn im Telekom-Bereich des Verbund. Danach war er Geschäftsführer der MCI/WorldCom Austria GmbH. Von 2002 bis 2007 war Kaspar Alleinvorstand der eTel Austria AG und leitete das strategische und technische Kompetenzzentrum für Zentraleuropa. Unter seiner Ägide wurde der Telekom-Anbieter an die Telekom Austria verkauft.

Die langjährigen Verbund-Vorstandsdirektoren Hannes Sereinig (der derzeit auch Vize-Vorstandschef ist) und Günther Rabensteiner - beide gelten als SPÖ-nahe - scheiden mit Jahresende aus, sie gehen wie seit längerem bekannt in Pension.

Zu 51 Prozent gehört der Verbund der Republik Österreich und ressortiert zum Finanzministerium von Minister Hartwig Löger (ÖVP). 2017 wurden mit gut 2.800 Mitarbeitern rund 2,9 Mrd. Euro Umsatz erzielt.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver