Verbund-AR-Chef will sich um Satzungsänderung zur Dividende bemühen

Verbund-Aufsichtsratschef Gilbert Frizberg möchte das Thema der 2012 gescheiterten Satzungsänderung zur Frage der Dividenden-Ausschüttung neu angehen und hofft hier auf einen Erfolg. Er sei bereit, dazu neuerlich Gespräche mit den zweit- und drittgrößten Verbund-Aktionären nach der Republik aufzunehmen, sagte Frizberg am Mittwoch in der Hauptversammlung.

IVA-Präsident Wilhelm Rasinger hatte in seiner Wortmeldung als Aktionärsvertreter eine Reparatur der Satzung Dividende angeregt. Auch der Verbund-Chef hatte diese Ende März als "antiquiert" bezeichnet, denn ihr zufolge "muss immer der ausgewiesene Bilanzgewinn voll ausgeschüttet werden", so Anzengruber damals.
Ursprünglich wollte der Verbund ja für 2015 die Dividende lediglich von 29 auf 30 Cent je Aktie anheben; da dies womöglich zu Klagen geführt hätte, wurde auf 35 je Anteilsschein aufgebessert, womit der gesamte Bilanzgewinn der Verbund AG von 121,6 Mio. Euro ausgeschüttet werden soll.
Das Satzungsthema habe dem Verbund "zuletzt ein bisschen Kummer bereitet", räumte Frizberg ein. Zuletzt habe es 2012 Bemühungen gegeben, nämlich "einen sehr intensiven Versuch", das zu ändern. Aber zwischen dem Hauptaktionär und den beiden großen Aktionärsgruppen mit zusammen über 25 Prozent sei es "diesbezüglich zu keiner Einigung gekommen".
Dieses Satzungsthema sollte aber wieder diskutiert werden, so Frizberg. Er sei optimistisch, da einen Erfolg zu erzielen - und auch bereit, "gern für einen neuerlichen Anlauf" auf die Großaktionäre zuzugehen.
Zu Mittag waren bei der Verbund-HV 425 Aktionäre (bzw. Aktionärsvertreter) anwesend, die über 296,577.624 Aktien verfügten und damit 85,36 Prozent des Grundkapitals repräsentierten. 51 Prozent am Unternehmen hält die Republik Österreich, der nö. Versorger EVN laut Firmen-Compass zuletzt 11,55 Prozent, die Wiener Stadtwerke Holding 10,63 Prozent und die Wien Energie 1,17 Prozent sowie die Tiroler Tiwag 8,16 Prozent.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab