Verbraucherschützer fordern Firmen auf Ölpreis-Vorteile weiterzugeben

Der Chef des deutschen Verbraucherzentrale-Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, fordert von Unternehmen die volle Weitergabe von Vorteilen durch niedrige Energiepreise an die Kunden. Viele Produkte könnten preiswerter sein, sagte Müller dem "Handelsblatt" vom Montag.

"Ein durchschnittlicher Haushalt hätte allein an der Tankstelle und beim Heizen etwa 15 Euro im Monat sparen können, wenn die gesunkenen Rohstoffpreise vollständig weitergegeben worden wären", so Müller.

Müller bezog sich laut "Handelsblatt" auf eine Studie des Hamburger Unternehmens Energy Comment. Diese zeige, dass zum Beispiel im Jänner Diesel um zwei Cent pro Liter billiger hätte sein können, Benzin um einen Cent pro Liter. Da in dem Monat etwa fünf Milliarden Liter Kraftstoff getankt worden seien, mache schon eine Preisdifferenz von einem Cent pro Liter insgesamt rund 50 Millionen Euro aus.

Der Ölpreis hatte im vergangenen Jahr eine Talfahrt vollführt. Von 115 Dollar (102 Euro) pro Barrel (159 Liter) im vergangenen Juni fiel er auf 46 Dollar im Jänner. Danach stieg der Preis zwar wieder auf zuletzt rund 60 bis 65 Dollar (53 bis (58 Euro), er liegt damit aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren immer noch recht niedrig.

Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.
 

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EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren