Verbraucher und Bauinvestitionen kurbeln deutsches Wachstum an

Wiesbaden/Berlin (APA/Reuters) - Die Kauflaune der Verbraucher und der Bauboom haben die deutsche Wirtschaft im Frühjahr kräftig angeschoben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte zwischen April und Juni um 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag erklärte und damit eine erste Schätzung von Mitte August bestätigte.

Zu Jahresbeginn hatte Europas größte Volkswirtschaft um 0,4 Prozent zugelegt. Im zweiten Quartal zeigte sich bereits Gegenwind durch den internationalen Zollstreit. Denn der Außenhandel bremste das Wachstum, da die Exporte im Vergleich zum Jahresanfang mit 0,7 Prozent weniger stark zulegten als die Importe mit 1,7 Prozent.

Impulse kamen vor allem aus dem Inland. So gaben die Verbraucher 0,3 Prozent mehr aus als zuletzt, während der Staat seinen Konsum um 0,6 Prozent hochschraubte. Die Bauinvestitionen zogen um 0,6 Prozent zum Vorquartal an.

Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass der Aufschwung in Deutschland seinen Höhepunkt bereits hinter sich hat. So erwartet etwa die Bundesbank, dass die Wirtschaft im laufenden Sommer-Quartal etwas geringer wachsen dürfte "als im Mittel des ersten Halbjahres". Dies liege auch an der schwächelnden Industrie.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018