Ver.di-Chef Bsirske hält Streiks bei Amazon für erfolgreich

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, wertet die Streiks beim US-Onlinehändler Amazon als Erfolg. Die ersten Arbeitsniederlegungen habe es mit einem Belegschaftsteil in einem Versandzentrum gegeben - inzwischen gebe es hierzulande acht Auslieferungszentren, und in sieben davon beteiligten sich die Mitarbeiter an Streiks, sagte Bsirske dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

"Das zeigt, dass wir vorangekommen sind." Die Tatsache, dass Amazon Löhne erhöht habe und Weihnachtsgeld zahle, sei "eine direkte Reaktion auf eine Belegschaft, die ihre Interessen in die eigenen Hände nimmt", sagte Bsirske weiter. "Ganz sicher" würden die Streiks fortgesetzt. "Das Ziel, Amazon in die Tarifbindung zu führen, verfolgen wir unverändert."
Ver.di ringt seit zwei Jahren um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels bei Amazon - bisher ohne Durchbruch. "Wir haben es mit einem harten Gegner zu tun , der für die Amerikanisierung der Arbeitsbeziehungen weltweit steht und für den Tarifverträge immer noch tabu sind", sagte Bsirske dem "Tagesspiegel".
Amazon betont in dem Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen. Laut dem Versandhändler erhält ein Mitarbeiter in einem Logistikzentrum nach zwei Jahren - zusammen mit Boni, Aktien und jährlichen Sonderzahlungen - einen durchschnittlichen Monatslohn von 2.311 Euro. Insgesamt beschäftigt der Online-Riese in Deutschland über 10.000 Menschen. Europaweit hat Amazon 29 Logistikzentren und plant weitere. 2017 soll etwa im nordrhein-westfälischen Werne ein weiteres Verteilzentrum aufmachen.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los