Venedigs Bürgermeister setzt Airbnb unter Druck

Rom (APA) - Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, will Vermieter von Unterkünften auf Vermietungsplattformen wie Airbnb zwingen, per Internet die Ortstaxe zu zahlen. Die eingetriebenen Steuergelder sollen der Stadt zugutekommen.

Üblicherweise hat der Gast die Ortstaxe an den Vermieter zu zahlen, der sie dann an die Gemeinde abführt. Die Steuerhinterziehung ist jedoch sehr hoch. Brugnaro will die Vermietungsplattformen und Vermieter in Venedig zwingen, sich in ein Register einzuschreiben.

"Es ist ein Recht der Verwaltung, die Daten der Personen zu haben, die bei uns übernachten. Auch Airbnb muss sich an die Regeln anpassen, die für alle gelten", so der Bürgermeister im Interview mit der Tageszeitung "La Stampa" am Donnerstag. Mit dem dank der Ortstaxe eingetriebenen Geld konnte die Gemeinde 2017 die Müllentsorgungssteuer für die Einwohner Venedigs reduzieren, sagte Brugnaro.

Um ihre nach der Krise leeren Kassen aufzufüllen, führen immer mehr Gemeinden in Italien eine Tourismussteuer ein. Damit sichern sich die Kommunen Einnahmen von insgesamt 460 Mio. Euro pro Jahr, berichteten italienische Medien. 2018 wollen hundert weitere Gemeinden eine Tourismussteuer einführen. Damit sollen die Einnahmen im Jahr 2018 auf 650 Mio. Euro steigen.

Bis vor wenigen Jahren wurde die Tourismussteuer nur in wenigen Städten eingehoben. Angesichts der Millionen Urlaubsgäste in Italien gilt die Abgabe als wichtige Einnahmequelle für die Gemeindekassen. Mit der Steuer sollen die hohen Ausgaben für den Erhalt der Palazzi, Monumente und Denkmäler sowie der Parks finanziert werden. Allzu oft deckt die Tourismussteuer jedoch das Defizit der Gemeindekassen ab.

Zu den Städten mit der höchsten Tourismussteuer zählt Rom. Wer in einem Fünfsterne-Hotel übernachtet, muss in der Ewigen Stadt eine Abgabe von zehn Euro zahlen, in einem Dreisterne-Hotel sind es vier Euro, in einem Campingplatz zwei Euro. In Venedig beträgt die Kurtaxe in einem Fünf Sterne-Hotel fünf Euro. Gäste, die in der Lagunenstadt übernachten, müssen einen Beitrag zahlen, der je nach Jahreszeit und nach Art der Unterkunft - Hotel, Pension oder Campingplatz - festgelegt wird. Für Kinder unter zehn Jahren entfällt die Steuer, für Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren werden 50 Prozent der Tourismussteuer fällig.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker