VCÖ fordert Radverkehrsmilliarde für Infrastruktur-Ausbau

Wien (APA) - Der Bund sollte die Gemeinden, Städte und Bundesländer beim Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur von 2019 bis 2021 mit zusätzlich 250 Mio. Euro pro Jahr unterstützen, fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Es gebe in Österreich bereits eine halbe Million Elektro-Fahrräder und damit ein großes Potenzial, Autofahrten auf das E-Fahrrad zu verlagern, so der VCÖ am Freitag in einer Aussendung.

60 Prozent der Autofahrten seien kürzer als 10 Kilometer, eine für E-Fahrräder ideale Distanz, argumentiert der VCÖ-Experte Markus Gansterer. "Beim Fahrrad verlängert der Elektro-Motor - im Unterschied zum Auto - die Reichweite. Zudem sind Steigungen mit dem E-Fahrrad leicht zu bewältigen. Dadurch steckt im E-Fahrrad gerade in Österreich ein riesiges Potenzial, zahlreiche Autofahrten unter 10 bis 15 Kilometer auf das Fahrrad zu verlagern."

Könnte man einen Teil der in Summe fast sechs Millionen Autofahrten pro tag auf das Fahrrad verlagern, käme Österreich seinen Klimazielen näher und in den Ballungsräumen gäbe es weniger Staus, so der VCÖ. "Voraussetzung, damit auf das Fahrrad umgestiegen wird, ist eine gute Infrastruktur. Und da gibt es in weiten Teilen Österreichs einen großen Aufholbedarf", sagte Gansterer. So fehle es vielerorts an sicheren Radverbindungen zwischen zwei Gemeinden oder von Siedlungen zum nächsten Ortsgebiet. Auch fehlt es in den Ballungsräumen an direkten, möglichst kreuzungsfreien Radverbindungen vom Umland in die Stadt.

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