Vatikan setzt drei Rechnungsprüfer zu Kontrolle seiner Finanzen ein

Vatikanstadt - Drei Rechnungsprüfer werden künftig die Finanzen des Vatikan kontrollieren. Das ergibt sich aus den neuen Statuten für das Vatikan-Büro des Obersten Rechnungsprüfers, die nun auf der vatikanischen Internetseite veröffentlicht wurden.

Insgesamt drei Statuten traten diese Woche in Kraft und sind jetzt im Internet abrufbar. Sie betreffen das Büro des Obersten Rechnungsprüfers sowie das Päpstliche Wirtschaftssekretariat und den Wirtschaftsrat.

Die Texte wurden von Papst Franziskus unterzeichnet. Ursprünglich war bei der Einführung der Wirtschaftsprüferstelle des Vatikans nur von einem Obersten Rechnungsprüfer die Rede gewesen. Nach einer Prüfung durch den Päpstlichen Rat für Gesetzestexte kam jedoch der Vorschlag auf, dem Leiter des Rechnungsprüfungshofes noch zwei Mitarbeiter zur Seite zu stellen. Ernennungen sind in diesem Bereich noch keine erfolgt.

Der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, koordiniert den von Papst Franziskus geschaffenen Wirtschaftsrat im Vatikan, in dem 15 Kardinäle und Wirtschaftsexperten vertreten sind. Der Rat ist eine eigenständige Einrichtung, die die Finanz- und Wirtschaftspolitik des Vatikans sowie die entsprechenden Regeln festlegt. Ausführendes Organ ist das Päpstliche Wirtschaftssekretariat, das im Februar 2014 eingerichtet wurde und vom australischen Kurienkardinal George Pell geleitet wird.

Das Büro des Obersten Wirtschaftsprüfers soll die Finanzen aller Dikasterien der Römischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und der Verwaltungen der Vatikanstadt kontrollieren. Dazu gehört auch, den Wirtschaftsrat sowie das Wirtschaftssekretariat auf eventuelle Unregelmäßigkeiten hinzuweisen.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen