Vatikan: Welt hat aus Finanzkrise nichts gelernt

Vatikanstadt/Rom (APA/dpa) - Die Welt hat es nach Ansicht des Vatikans versäumt, Lehren aus der Finanzkrise vor zehn Jahren zu ziehen. Statt eine gerechtere Wirtschaft aufzubauen, herrsche immer noch Unmoral, hieß es am Donnerstag in einem Grundsatzpapier des Kirchenstaats, das Papst Franziskus abgesegnet hat.

"Manchmal hat es sogar den Anschein, als wäre ein oberflächlicher, kurzsichtiger Egoismus zurückgekehrt, der das Gemeinwohl missachtet und nicht daran interessiert ist, Wohlstand zu schaffen und zu verbreiten."

Steueroasen dienten oft der Geldwäsche und kriminellen Organisationen, was zu Lasten vor allem der Armen gehe, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Dokument, das unter anderem die Glaubenskongregation verfasst hat. Instrumente wie Finanzderivate prangerte der Vatikan als "eine Art Zeitbombe" an, "die früher oder später explodieren und die Gesundheit der Märkte vergiften kann".

Hart ging der Kirchenstaat auch mit Bankern ins Gericht. "Auch wenn viele Akteure persönlich von guten und berechtigten Absichten geleitet sind, darf auch nicht unbeachtet bleiben, dass die Finanzindustrie heute (...) ein Ort ist, wo Egoismen und Missbräuche ein für die Allgemeinheit zerstörerisches Potenzial haben, das seinesgleichen sucht."

Im September 2008 war die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammengebrochen und hatte weltweit eine Banken- und Finanzkrise mit einer anschließenden globalen Rezession ausgelöst. Franziskus ruft immer wieder zu einem gerechteren Wirtschaftssystem auf und hat auch mehrmals schon die unfairen Mechanismen der Finanzindustrie beklagt.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen