Vamed erzielte 2015 erneut Rekordergebnis

Der Gesundheitsdienstleister Vamed konnte 2015 wieder Umsatzsteigerungen verbuchen und Neuaufträge im Wert von 900 Mio. Euro an Land ziehen. Pilotprojekte laufen derzeit in China und Abu Dhabi, bald sollen auch im Iran Kliniken gebaut werden. "In herausfordernden EU-politischen Zeiten zählen diese Erfolge gleich doppelt", meinte Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der Vamed AG am Donnerstag.

Die österreichische Fresenius-Tochter Vamed erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 1,12 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 7 Prozent. Das EBIT belief auf 64 Mio. Euro (+8 Prozent), unterm Strich lag das Konzernergebnis bei 44 Mio. Euro (+7 Prozent). Der Löwenanteil der Absätze stammt mit 64 Prozent aus dem internationalen Geschäft. Fast drei Viertel des Umsatzes werden in Europa (inklusive GUS) gemacht, aus Asien stammen immerhin schon 14 Prozent.

Aus diesem Raum könnte künftig noch mehr lukriert werden. Im Vorjahr startete ein Pilotprojekt in China, wo Vamed seit 30 Jahren aktiv ist. Auf der chinesischen Insel Hainan entsteht mit dem "Hainan Unicare International Hospital" die erste international geführte Klinik der Volksrepublik. In den Startlöchern befindet sich auch ein Projekt in Peking, das mit einem chinesischen Partner durchgeführt werden soll. "China ist ein riesiger Wachstumsmarkt, da sehen wir durchaus Chancen. Zudem will China bis 2020 80 bis 100 Prozent der Bevölkerung krankenversichern", sagt Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der Vamed AG und erwartet weitere Geschäfte.

In Abu Dhabi erhielt die Vamed im Vorjahr erstmals den Zuschlag für die Errichtung und Betriebsführung eines Krankenhauses auf der Halbinsel Al-Reem. Das Auftragsvolumen für das integrierte Gesundheitszentrum beträgt 300 Mio. Euro, finanziert wird das Projekt von lokalen und internationalen Investorengruppen, mit denen man auf Folgeprojekte hofft. Ebenfalls im Auge habe man Nachbarregionen wie den Oman.

Auch der Iran ist für Vamed, vor allem nach Aufhebung der verhängten Sanktionen, ein interessanter Markt. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir hier Großprojekte realisieren können", hofft Wastler. Man müsse aber erst Vertrauen schaffen. Iranischen Medien zufolge wurde bereits eine Absichtserklärung mit der Vamed-Gruppe über den Bau von zwei Krankenhäusern im Wert von 200 Mio. Euro unterzeichnet.

Im Vorjahr wurden sechs neue Märkte erschlossen: Bangladesch, Belgien, Bolivien, Kongo - Brazzaville, Mauretanien und Tunesien. "Wir sind Export- und Wachstumsmotor", betont Wastler und verweist auf 760 realisierte Projekte in 78 Ländern. Der Auftragsbestand erreichte mit 1,65 Mrd. Euro ein neues Hoch.

Mit Ende 2015 beschäftigte Vamed unter Einbeziehung aller Betriebe, für die das Unternehmen die Gesamtverantwortung trägt, rund 17.200 Mitarbeiter, um 900 mehr als im Vorjahr. In Österreich stellt der Konzern, an dem die Republik Österreich zu 13 Prozent beteiligt ist, 6.000 Arbeitsplätze.

Der durchschnittlicher Preis für eine Maß Bier am Münchner Oktoberfest liegt heuer bei 11,24 Euro und damit um 3,8 Prozent über dem Vorjahr. Der UniCredit Wiesn Visitor Price Index (WVPI) verzeichnet mit 3,3 Prozent erneut einen Anstieg.
 

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Oktoberfest-Analyse: Stärkste Bierpreis-Inflation seit 2012

Wien (APA) - Am 49. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat dieser einmal mehr die Anklagebehörde angegriffen. "Es ist wirklich Science-Fiction, die man hier liest von der Staatsanwaltschaft", sagte der Hauptangeklagte heute zu den Anklagevorwürfen, er hätte bei der Einmietung der Finanzbehörden in den Linzer Terminal Tower Schmiergeld kassiert.
 

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Grasser-Prozess - 49. Prozesstag startet mit "Science Fiction"

Hannover/Gerlingen (APA/dpa/Reuters) - Jedes vierte Nutzfahrzeug wird im Jahr 2030 nach Einschätzung des Zulieferers Bosch elektrisch angetrieben sein. In China werde es sogar nahezu jeder dritte Transporter sein, teilte Bosch am Mittwoch mit. Gleichzeitig bleibe der im Abgasskandal unter Druck geratene Dieselmotor entscheidend: noch 2025 werden laut Bosch zwischen 80 und 90 Prozent aller Nutzfahrzeuge als Selbstzünder unterwegs sein.
 

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Bosch: Dieselmotor für Nutzfahrzeuge noch lange unersetzlich