Vadian Bank - Nummernkonten und Stiftungen in Liechtenstein

Die Schweizer Bank half US-Kunden, Geld vor dem amerikanischen Fiskus zu verstecken.

St. Gallen(Schweiz). Nummernkonten, Codenamen, "Hold Mail", Stiftungen im Fürstentum Liechtenstein: Ein Bericht des US-Justizministeriums zeigt, wie die Vadian Bank und externe Vermögensverwalter amerikanischen Kunden ermöglichten, ihr Geld vor dem US-Fiskus zu verstecken.

Das Nichtanklage-Agreement zwischen Vadian und dem US-Justizministerium vom Mai 2015 ist auf der Internetseite www.justice.gov veröffentlicht. Dazu gehört auch ein "Statement of Facts", eine detaillierte Darstellung der Aktivitäten der Vadian Bank aus Sicht der US-Behörden.

Demnach war es üblich, dass US-Kunden durch Dritte Stiftungen im Fürstentum Liechtenstein errichten und führen ließen. Diese wiederum eröffneten im Namen der Stiftung Konten bei der Vadian Bank. Manchmal wurden auch bestehende Konten von anderen Schweizer Banken übertragen.

Vadian habe nichts unternommen, um festzustellen, ob solche juristischen Personen in den USA steuerpflichtig seien, heißt es im Bericht. Vadian habe gewusst, dass US-Personen die wahren Nutznießer waren. Zum Teil hätten die Stiftungen der Bank US-Steuerformulare mit falschen Angaben eingereicht.

"Banker Nummer 1", Leiter des Private Banking bei Vadian, habe hauptsächlich als Kontaktperson für US-Kunden mit nicht deklarierten Konten gedient. Hatte Vadian vor Mitte 2008 nur gerade zwei Konten mit Bezug zu den USA mit insgesamt 100.000 Dollar (rund 88.000 Euro) geführt, waren es später bis zu 74 Konten mit insgesamt 76 Mio. Dollar.

52 Konten wurden laut dem "Statement of Facts" durch externe Vermögensverwalter bei Vadian eingeführt und verwaltet. Sie erhielten dafür Provisionen. So habe "Vermögensverwalter Nummer 2" im Jahr 2009 über 15 Konten mit US-Verbindungen bei Vadian eingeführt. Manche der Konten stammten von einer Schweizer Großbank, die 2008 ins Visier der US-Justiz geraten war.

Vadian bot auch eine Palette von traditionellen Schweizer Bankdienstleistungen an, die geeignet waren, US-Kunden bei der Steuerhinterziehung zu helfen. Dazu gehörte "Hold Mail": Gegen Gebühren hielt Vadian die E-Mail-Korrespondenz zurück, um Spuren zu Kunden in den USA zu vermeiden.

Die Inhaber von Nummernkonten waren selbst bankintern nur wenigen Mitarbeitern bekannt. Der höchsten Diskretion dienten manchmal Codenamen - auch dies gegen Gebühren. Die Bank stellte auch Serien von Schecks aus, deren Beträge jeweils unter 10.000 Dollar lagen, so dass die einzelnen Transaktionen nicht meldepflichtig waren.

1811 gegründet als "Ersparnisanstalt der Stadt St. Gallen", hatte sich die Bank während 195 Jahren fast ausschließlich auf das Geschäft mit Spargeldern, Hypotheken und kleinen Geschäftskrediten beschränkt. Anfang 2007 wurde aus der "Ersparnisanstalt" die "Vadian Bank" mit der Rechtsform der Aktiengesellschaft.

Unter neuer Führung stieg Vadian neben ihren traditionellen Geschäften ins Private Banking für vermögende Privatkunden aus dem In- und Ausland ein. Die Expansion war zunächst erfolgreich. Laut dem "Statement of Facts" wurden gezielt auch US-amerikanische Kunden akquiriert, die ihre Schweizer Konten in der Heimat vor dem Fiskus verheimlichten.

Das Management von Vadian sei der Meinung gewesen, als Bank ohne Niederlassung in den USA könne man US-Kunden akquirieren, von denen sich Schweizer Großbanken trennten. Doch der Druck der USA nahm zu. Mitte 2013 unterzeichneten die Schweiz und die USA ein Abkommen, um den Steuerstreit beizulegen.

Bis Ende 2013 zeigten sich 106 Schweizer Banken, darunter die Vadian Bank, bei den US-Behörden wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung selbst an. Um der Anklage in den USA zu entgehen, mussten die Banken Bussen bezahlen.

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