USA war 2017 wichtigster Handelspartner der EU mit 16,9 Prozent

Brüssel (APA) - Ein Drittel des Handels der EU erfolgte im Vorjahr mit den Vereinigten Staaten und China. Dabei waren die USA mit 631 Mrd. Euro oder 16,9 Prozent des gesamten Warenverkehrs Spitzenreiter für die Europäische Union, China folgte mit 573 Mrd. Euro bzw. 15,3 Prozent. Laut Eurostat-Daten vom Montag folgte an dritter Stelle die Schweiz (261 Mrd. Euro bzw. 7,0 Prozent).

Dahinter rangieren Russland (231 Mrd. Euro bzw. 6,2 Prozent), die Türkei (154 Mrd. Euro bzw. 4,1 Prozent) und Japan (129 Mrd. Euro bzw. 3,5 Prozent).

Der Anteil der USA am Gesamtwarenverkehr der EU hatte 2015 und 2016 mit je fast 18 Prozent einen Höhepunkt erreicht. 2017 war er wieder leicht rückläufig. Der Anteil Chinas hat sich seit 2000 beinahe verdreifacht. Dagegen ist der Anteil Japans seit 2000 um mehr als die Hälfte zurückgegangen - von 7,5 auf nunmehr 3,5 Prozent.

Deutschland ist das wichtigste Ausfuhrbestimmungsland für die Mehrzahl der EU-Staaten. Dabei lag Tschechien mit einem Anteil von 33 Prozent Warenausfuhren voran, gefolgt von Österreich mit 29 Prozent und Ungarn mit 28 Prozent.

Die 28 EU-Mitgliedstaaten führten im Jahr 2017 Waren im Wert von 5.226 Mrd. Euro aus, wovon 3.347 Mrd. (bzw. 64 Prozent) für einen anderen Mitgliedstaat der EU bestimmt waren. Die höchsten Anteile (etwa drei Viertel oder mehr der Waren wurden in andere EU-Mitgliedstaaten exportiert) dieser Intra-EU-Ausfuhren verzeichneten im Jahr 2017 die Slowakei (86 Prozent aller ihrer Ausfuhren gingen in die EU), Luxemburg und Tschechien (je 84 Prozent), Ungarn (81 Prozent), Polen (80 Prozent), Rumänien und Slowenien (je 76 Prozent) sowie die Niederlande (75 Prozent). Am anderen Ende der Skala waren Zypern (37 Prozent) und das Vereinigte Königreich (48% Prozent die einzigen Mitgliedstaaten, die 2017 mehr Waren in Nicht-EU-Länder als in die EU ausführten. Österreich kam auf einen Anteil von 72 Prozent.

Einfuhren von innerhalb der EU überwiegen in fast allen Mitgliedstaaten

Bei den Einfuhren in die EU gab es im Vorjahr einen Warenwert von 5.131 Mrd. Euro, wovon 3.276 Mrd. (bzw. 64 Prozent) aus einem anderen EU-Mitgliedstaat stammten. Bei diesen Intra-EU-Einfuhren lag Luxemburg mit 83 Prozent an der Spitze, gefolgt von Estland (81 Prozent), der Slowakei (80 Prozent), Lettland (79 Prozent), Tschechien und Kroatien (je 78 Prozent), Österreich (77 Prozent), Portugal, Ungarn und Rumänien (je 76 Prozent). Die Niederlande (46 Prozent) waren hingegen der einzige Mitgliedstaat, in dem weniger als die Hälfte der Einfuhren aus der EU stammte.

Berlin/München (APA/Reuters) - Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im September leicht eingetrübt. Der Geschäftsklima-Index fiel von 103,9 auf 103,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 103,2 Zähler gerechnet.
 

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Ifo-Index sank im September - "Wirtschaft zeigt sich stabil"

Mailand (APA) - Die italienische Modegruppe Versace steht laut italienischen Medien vor dem Verkauf. Bereits am Dienstag könnte Firmenchefin Donatella Versace den Verkauf des Mailänder Konzerns an eine US-Gruppe ankündigen. Michael Kors oder Tiffany gelten als mögliche Kandidaten für die Übernahme, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Montag.
 

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Versace soll laut Medien an US-Gruppe verkauft werden

Toronto/Washington (APA/Reuters) - Milliardenfusion in der Goldminen-Branche: Das kanadische Unternehmen Barrick Gold übernimmt den in Afrika tätigen Konzern Randgold Resources, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Der neue Konzern werde einen Marktwert von 18,3 Mrd. US-Dollar (15,6 Mrd. Euro) haben, erklärte Randgold. Das Management werde seinen Aktionären die Annahme des Angebots empfehlen.
 

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Kanadischer Bergbaukonzern Barrick Gold schluckt Rivalen Randgold