USA prüfen Russland-Geschäfte der Dt. Bank auf Sanktionen

Frankfurt, 26. Okt (Reuters) - Die US-Behörden weiten ihre Untersuchungen bei der Deutschen Bank in Russland einem Zeitungsbericht zufolge aus. Das US-Justizministerium und die Finanzbehörde von New York prüften nun auch, ob das Institut in dem Land gegen Sanktionen verstoßen habe, berichtete die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Dabei gehe es auch darum, ob die Bank intern geeignete Vorkehrungen getroffen habe, um Sanktionsverstöße zu verhindern, und ob sie die Regulierer korrekt informiert habe.

Die Deutsche Bank steht bereits wegen einer Geldwäsche-Affäre in Russland im Visier der Behörden. Rund um den Globus gehen Ermittler dem Verdacht nach, dass russische Kunden über das Institut Rubel-Schwarzgeld im Wert von mindestens sechs Milliarden Dollar gewaschen haben. Mehrere Mitarbeiter in der Moskauer Niederlassung wurden deshalb vor die Tür gesetzt. Einer davon ist der ehemalige Chef-Händler in Russland, Tim Wiswell, der juristisch gegen seinen Rauswurf vorgeht. Seine Anwältin hatte den Verdacht geäußert, dass ihr Mandant deshalb gefeuert wurde, weil er Geschäfte mit einem Kunden gemacht habe, der Personen nahestehe, gegen die wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine Sanktionen verhängt wurden. Die Bank hatte Wiswells Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen.

Der neue Bankchef John Cryan hatte nach den Vorkommnissen beschlossen, das Investmentbanking in Russland aufzugeben. Die Deutsche Bank bekräftigte am Montag, die Aufklärung dubioser Geschäfte zwischen Moskau und London stehe im Vordergrund. Sie arbeite mit den Behörden zusammen, habe bereits disziplinarische Maßnahmen getroffen und werde das gegebenenfalls weiterhin tun, sagte ein Sprecher.

Wien/Linz (APA) - Der in Frankfurt börsennotierte österreichische Softwarehersteller Fabasoft hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2017/18 um 14,5 Prozent auf 24 Mio. Euro verbessert. Beim Nettogewinn gab es gar eine Verdoppelung von 1,48 auf 3 Mio. Euro. Das Unternehmen hat zuletzt auch Mitarbeiter aufgebaut.
 

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Fabasoft mit neuen Behördenaufträgen, Kapital angehoben

Unterföhring (APA/dpa) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat einen Branchenneuling zum neuen Chef gekürt. Der Aufsichtsrat ernannte den früheren Chef des britischen Staubsauger-Herstellers Dyson, Max Conze, am Mittwoch zum Nachfolger des vorzeitig abgelösten Thomas Ebeling.
 

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Staubsauger-Vertreter Conze ProSiebenSat.1-Chef

Luxemburg (APA/dpa) - Bereitschaftsdienste, bei denen Arbeitnehmer innerhalb kurzer Zeit für einen Einsatz zur Verfügung stehen müssen, zählen als Arbeitszeit. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden.
 

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EuGH: Bereitschaftsdienste mit rascher Anwesenheit sind Arbeitszeit