USA prüfen Russland-Geschäfte der Dt. Bank auf Sanktionen

Frankfurt, 26. Okt (Reuters) - Die US-Behörden weiten ihre Untersuchungen bei der Deutschen Bank in Russland einem Zeitungsbericht zufolge aus. Das US-Justizministerium und die Finanzbehörde von New York prüften nun auch, ob das Institut in dem Land gegen Sanktionen verstoßen habe, berichtete die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Dabei gehe es auch darum, ob die Bank intern geeignete Vorkehrungen getroffen habe, um Sanktionsverstöße zu verhindern, und ob sie die Regulierer korrekt informiert habe.

Die Deutsche Bank steht bereits wegen einer Geldwäsche-Affäre in Russland im Visier der Behörden. Rund um den Globus gehen Ermittler dem Verdacht nach, dass russische Kunden über das Institut Rubel-Schwarzgeld im Wert von mindestens sechs Milliarden Dollar gewaschen haben. Mehrere Mitarbeiter in der Moskauer Niederlassung wurden deshalb vor die Tür gesetzt. Einer davon ist der ehemalige Chef-Händler in Russland, Tim Wiswell, der juristisch gegen seinen Rauswurf vorgeht. Seine Anwältin hatte den Verdacht geäußert, dass ihr Mandant deshalb gefeuert wurde, weil er Geschäfte mit einem Kunden gemacht habe, der Personen nahestehe, gegen die wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine Sanktionen verhängt wurden. Die Bank hatte Wiswells Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen.

Der neue Bankchef John Cryan hatte nach den Vorkommnissen beschlossen, das Investmentbanking in Russland aufzugeben. Die Deutsche Bank bekräftigte am Montag, die Aufklärung dubioser Geschäfte zwischen Moskau und London stehe im Vordergrund. Sie arbeite mit den Behörden zusammen, habe bereits disziplinarische Maßnahmen getroffen und werde das gegebenenfalls weiterhin tun, sagte ein Sprecher.

Brüssel (APA) - Die Wohnungs- und Nebenkosten sind im EU-Durchschnitt im Vorjahr auf 24,5 Prozent aller Ausgaben gestiegen. Vor zehn Jahren waren es nur 22,7 Prozent gewesen. Dänemark lag 2016 laut Eurostat-Daten vom Dienstag mit 29,1 Prozent an der Spitze. In Malta lebte man am günstigsten (10,3 Prozent). Österreich lag mit 22,4 Prozent Wohnungskosten unter dem EU-Schnitt.
 

Newsticker

Wohnungskosten in EU 2016 auf 24,5 Prozent aller Ausgaben gestiegen

Die Bundeshauptstadt punktet mit Kulturangebot, Sicherheit und Weihnachtsmärkten.
 

Newsticker

Wintertourismus - Wien erwartet spürbare Besucherzuwächse

Indirekter Verkaufspreis 14 Mio. Euro - Fortbestand der Gruppe gesichert und Basis für Investitionen gelegt - Außerordentliche Hauptversammlung im Dezember geplant
 

Newsticker

HTI verkauft Tochter HTP an deutsche Nanogate