USA wollen großer Player bei Flüssiggas-Exporten werden

Hamburg - Die USA wollen dank ihres Schiefergas-Booms bis 2020 zu einem der weltgrößten Exporteure von Flüssiggas werden. Der amerikanische Energieminister Ernest Moniz sagte am Dienstag am Rande des G7-Treffens in Hamburg, dass erste Ausfuhren für Anfang 2016 geplant seien.

"Wenn wir loslegen, machen wir es richtig - bis zum Ende dieses Jahrzehnts werden die USA voraussichtlich Flüssiggas in der gleichen Größenordnung wie Katar exportieren, der heutige Weltmarktführer", so Moniz.

Durch die gewaltige heimische Förderung von Öl und Gas aus tiefen Gesteinsschichten (Fracking) hatten die USA bereits im vergangenen Jahr begonnen, ihr Öl-Exportverbot zu lockern. Nun sollen Gas-Ausfuhren folgen.

Anders als in den Golfstaaten ist die Gasförderung in den USA aber nicht staatlich gelenkt, sondern Sache der Industrie. So wird die Größenordnung der US-LNG-Exporte von der Preisentwicklung abhängen.

Um Gas besser transportieren zu können, wird es zu LNG (Liquified Natural Gas) verflüssigt und mit riesigen Tankschiffen verschickt. Die sieben führenden westlichen Industrieländer, die am Dienstag ihr G7-Treffen in Hamburg beendeten, wollen mit mehr LNG-Einfuhren auch Europas Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern.

Aus Sicht Washingtons muss die EU dabei noch einige Herausforderungen bei der Diversifizierung seiner Energieversorgung meistern. "Vielerorts in der EU fehlt noch die notwendige transnationale Infrastruktur", sagte Moniz.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"