USA liefern Kampfraketen für 300 Millionen Dollar an Emirat Katar

Washington (APA/AFP) - Die USA haben dem Emir von Katar bei dessen Washington-Besuch neue Rüstungslieferungen in Aussicht gestellt. Die US-Regierung billigte den Verkauf von 5000 hochmodernen Lenk-Raketen im Wert von 300 Millionen Dollar (243,82 Mio. Euro), wie das Verteidigungsministerium am Montag in Washington bekannt gab.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag vor dem geplanten Treffen von Emir Tamim bin Hamad Al Thani mit US-Präsident Donald Trump. Das Verteidigungsministerium billigte das Rüstungsgeschäft nach eigenen Angaben, weil Katar eine "wichtige Kraft für politische Stabilität und und wirtschaftlichen Fortschritt in der Golfregion" sei. Das Geschäft betrifft so genannte APKWS-Raketensysteme. Das englische Kürzel steht für "Fortgeschrittene Präzisions-Tötungs-Waffensysteme". Mit den 5000 Flugkörpern sollen ebensoviele Sprengköpfe geliefert werden.

Katar ist ein enger Verbündeter der USA; allerdings trägt es derzeit einen diplomatischen Konflikt mit anderen US-Verbündeten in der Region aus. Angeführt von Saudi-Arabien haben mehrere Golfstaaten eine Blockade gegen das kleine Emirat verhängt, dem sie eine zu große Nähe zum Iran sowie die Finanzierung von Extremistengruppen vorwerfen.

Erst in der vergangenen Woche war der einflussreiche saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman von Trump empfangen worden. Beim Besuch des Prinzen in den USA wurden Rüstungsgeschäfte im Volumen von zwei Milliarden Dollar vereinbart.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver