USA: Kauflaune sinkt

Maue US-Einzelhandelsumsätze drücken Dollar. Anleger hoffen jetzt auf Erholung der Euro-Wirtschaft.

Enttäuschende Konsumdaten aus den USA haben die Gewinne am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zunichte gemacht. Ein um fast einen US-Cent gestiegener Euro lastete auf den Kursen der exportstarken deutschen Unternehmen. Der Dax lag am Nachmittag bei 11.428 Punkten 0,3 Prozent im Minus.
Zuvor hatte die Hoffnung auf ein Ende der Konjunkturflaute in der Euro-Zone den europäischen Aktienmärkten noch auf die Sprünge geholfen. Dax und EuroStoxx50 hatten am Vormittag jeweils bis zu 1,1 Prozent zugelegt. Das deutsche Wirtschaftswachstum sei zwar etwas schwächer als erwartet ausgefallen, sagte Andreas Paciorek, Analyst bei CMC Markets. Die Zahlen aus Frankreich oder Italien sendeten dagegen positive Signale, die darüber hinwegsehen ließen. Der französische und italienische Leitindex rückten um jeweils 0,8 Prozent vor.
Aus den USA kamen am Nachmittag hingegen schwache Zahlen, was vor allem den Dollar belastete. Die US-Einzelhändler starteten mit einem unerwartet schwachen Geschäft ins zweite Quartal. Die Umsätze stagnierten im April zum Vormonat - Börsianer hatten einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Das dämpfte die Spekulationen der Anleger auf eine baldige Zinserhöhung der Fed. Der Euro kletterte um fast einen US-Cent auf ein Tageshoch von 1,1315 Dollar. "Die Einzelhandelsumsätze enttäuschen auf ganzer Linie", urteilte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.


Im Blick hatten die Investoren zudem die Bilanzen zahlreicher Unternehmen. Die RWE -Aktien verloren rund ein Prozent. Wegen der fallenden Stromgroßhandelspreise sank der Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal um 3,4 Prozent auf 2,204 Milliarden Euro. Es gebe wenig Grund zum Jubeln, sagte ein Händler. "Die Probleme bei den Versorgern bleiben dieselben." Größter Dax-Verlierer waren die Titel der Deutschen Post mit einem Minus von 3,3 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Titel mehr als vier Prozent verloren, nachdem der Konzern im ersten Quartal mit einem geschrumpften Gewinn enttäuscht hatte.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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