USA und Deutschland fordern weitere Zugeständnisse des Iran

Die USA und Deutschland haben den Iran aufgefordert, auf den letzten Metern der Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm noch einmal Flexibilität zu zeigen. Der Iran müsse eine Grundsatzentscheidung treffen, um die Welt zu überzeugen, dass er nicht nach Atomwaffen strebe, sagte US-Außenminister John Kerry am Mittwochabend nach einem Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Washington.


Der Westen hoffe sehr, dass sich die verbleibenden Differenzen bei den Verhandlungen in den kommenden Tagen überbrücken ließen. Zum Stand der Gespräche meinte er: "Es gibt noch Lücken. Wir hoffen, dass wir diese Lücken in den kommenden Tagen schließen können." Deutschland sei dafür ein "unerlässlicher Partner".

Steinmeier begrüßte, dass es bei den Gesprächen mit dem Iran Fortschritte gegeben habe. Es seien jedoch noch nicht alle Hindernisse überwunden. Nun sei es am Iran, dort Beweglichkeit zu zeigen, wo dies nötig sei.

In dem seit Jahren andauernden Streit über das iranische Atomprogramm war zuletzt Bewegung gekommen. Die Verhandlungspartner haben sich für eine Einigung Zeit bis Ende Juni gegeben. Die westlichen Staaten setzen darauf, dass bis Ende März ein politisches Rahmenabkommen gelingen könnte. Im Gespräch ist die Lockerung von Sanktionen gegen den Iran, sollte die Regierung in Teheran das umstrittene Atomprogramm des Landes einschränken. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nuklearnutzung an Kernwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker