US-Wirtschaft schrumpfte zu Jahresbeginn, läuft aber unerwartet gut

Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn deutlich weniger geschrumpft als bisher geschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zwischen Jänner und März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Bisher war noch von einem Rückgang von 0,7 Prozent die Rede gewesen.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sieht die US-Wirtschaft insgesamt auf gutem Weg. "Das ist die Stütze der Weltkonjunktur", sagte der Münchner Forscher zu Reuters. Läuft es für die weltgrößte Volkswirtschaft wieder besser, könnte die US-Notenbank Fed nach Ansicht von Ökonomen auch eher ihre geplante Zinswende wagen.

Fed-Direktor Jerome Powell hat die Märkte bereits auf eine Erhöhung im September eingestimmt. Die Wirtschaft könne eine straffere Geldpolitik dann wohl wegstecken, da die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte anziehen dürfte. Der Schlüsselzins der Fed liegt seit dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von 0 bis 0,25 Prozent.

Eine Erhöhung gilt als Zäsur: Mit Zentralbankgeld zum Nulltarif hat die Fed mit für einen Aufschwung an den US-Aktienmärkten gesorgt. In Schwellenländern wie China und Brasilien wird hingegen ein Kapitalabfluss befürchtet, wenn die Zinsen in der größten Volkswirtschaft der Welt steigen und Anlagen dort damit attraktiver werden.

Ende 2014 war die US-Wirtschaft noch um 2,2 Prozent gewachsen. Für einen Dämpfer zu Anfang dieses Jahres sorgten dann der ungewöhnlich harte Winter, Streiks von Hafenarbeitern an der Westküste und der starke Dollar, der die Exporte verteuert.

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Konjunktur wieder spürbar Fahrt aufnimmt. Zuletzt gab es bereits positive Signale vom Einzelhandel, vom Arbeits- und vom Häusermarkt. Grund für die Revision der BIP-Daten war etwa, dass die Konsumenten ihre Ausgaben um 2,1 Prozent steigerten und damit stärker als bisher angenommen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London