US-Waffenschmiede Colt am Rande der Pleite

Die US-Traditionsfirma Colt könnte laut US-Medien in wenigen Tagen Pleite sein. Der 160 Jahre alte Waffenhersteller aus Hartford im US-Bundesstaat Connecticut stecke so tief in Geldnöten, dass er Mitte Mai eine Rechnung über 10,9 Mio. Dollar (9,69 Euro) nicht habe bezahlen können, berichtete der Sender CNN am Mittwoch.

In einer Mitteilung an die Finanzaufsicht habe die Firma Zweifel über die weitere Geschäftsfähigkeit eingeräumt und einen Insolvenzantrag in Aussicht gestellt. Colt habe eine 30-tägige Gnadenfrist bis zum 14. Juni, um seine Schulden - Zinszahlungen an Anleihehalter - zu begleichen.

Dem Bericht nach hat das Unternehmen bereits eine Einigung über eine Umschuldung mit seiner Bank erzielt. Doch eine Gruppe von Investoren lehne das Angebot ab, weil sie keine Verluste hinnehmen wolle. Möglicherweise setzten diese Gläubiger darauf, in einem Insolvenzverfahren besser davonzukommen. Dann könnten größere Rivalen wie Smith & Wesson oder Sturm Ruger zugreifen. Der Schuldenberg von Colt soll sich insgesamt auf gut 350 Mio. Dollar belaufen. Die Pistolen der Firma wurden über 80 Jahre lang von der US-Armee genutzt und wurden auch durch Einsätze in etlichen Hollywood-Filmen bekannt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte