US-Währungshüter: Fed-Zinspolitik wird 2019 Wirtschaft leicht bremsen

Washington (APA/Reuters) - Die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed werden nach Einschätzung eines hochrangigen Währungshüters im nächsten Jahr die Wirtschaft leicht bremsen. "Die US-Wirtschaft läuft auf Hochtouren", mit hohen Wachstumsraten, niedriger Arbeitslosigkeit und einer Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel, sagte der Chef der Chicagoer Fed, Charles Evans, am Freitag.

Es werde bald Zeit, die Wirtschaft nicht noch zusätzlich anzuschieben. Er ist dabei anderer Meinung als seine Fed-Kollegin Lael Brainard, die zuletzt erklärte, dass auch bei weiteren Zinserhöhungen die Wirtschaft noch weiter stimuliert werde. Die lockere Geldpolitik nach der weltweiten Finanzkrise hat die Konjunktur seit rund einem Jahrzehnt unterstützt - mit niedrigen Zinsen und zeitweise zusätzlichen Anleihenkäufen.

Die US-Wirtschaft dürfte dieses Jahr um rund drei Prozent wachsen. Die Erwerbslosenquote liegt bei unter vier Prozent. An der Börse rechnen Investoren mit weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr. Bis Ende 2019 dürfte der Schlüsselsatz dann bei rund drei Prozent liegen - und damit leicht über dem sogenannten neutralen Niveau, bei dem die Wirtschaft weder angeschoben noch ausgebremst wird.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht