US-Trinkern von Beck's-Bier winkt Entschädigung für "Import"-Bier

Berlin/Washington - Trinkern von Beck's-Bier in den USA winkt in den USA einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 50 Dollar Schadenersatz für nicht importiertes "Import-Bier". Den Kunden des weltgrößten Brauers Inbev sei vorgegaukelt worden, ein in Deutschland produziertes Pilsner in den Händen zu halten, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ).

Die Produktion sei aber bereits 2012 nach St Louis verlagert worden, wie aus einer Klage gegen den Konzern hervorgehe. Aufdrucke wie "Deutsche Qualität" und "stammt aus Bremen, Deutschland" hätten die Kunden in die Irre geführt.

Die Kläger einigten sich nun mit Inbev darauf, pro gekaufter Flasche 10 Cent zu erhalten, wie die Zeitung berichtete. Maximal stünden den Beck's-Käufern 50 Dollar in Aussicht. Selbst ohne Beleg könnten bis zu zwölf Dollar verlangt werden. Die Einigung sei vom Bundesgericht in Miami in dieser Woche gutgeheißen worden. Die endgültige Entscheidung soll im Oktober fallen.

Er hoffe nun auf einen Wandel in der gesamten Branche, zitiert das WSJ einen Anwalt der Kanzlei Kozyak Tropin.

Brauer wie InBev folgten mit ihrem Vorgehen Autoherstellern wie BMW, die ihre Produktion in die USA verlagert haben, und zwar ohne Imageschaden und ohne das Etikett "Import" zu verlieren. In den USA herstellen, aber zum Importpreis verkaufen - das weckt offenbar Begehrlichkeiten. Der Beck's-Brauer kennt allerdings bereits die Vorwürfe: Vergangenes Jahr hat er sich gegen eine Klage wehren müssen, er habe Kunden vorgegaukelt, seine Marke Kirin stamme aus Japan.

Der neue Nestle-Chef Mark Schneider muss den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern möglichst schnell aus der Flaute steuern - sei es durch den Verkauf schlecht laufender Bereiche, große Übernahmen oder ein weiteres Sparprogramm. Am kommenden Diesntag präsentiert Schneider die neue Strategie - ein Spagat zwischen Sparprogramm und Expansion.
 

Wirtschaft

Neuer Nestle-Chef präsentiert Strategie

Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen in den USA die Hoffnung auf eine gütliche Beilegung der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern genährt. "Es gibt eine konstruktive Grundhaltung", sagte er am Freitag nach seinen Unterredungen mit hohen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft.
 

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA