US-Strafzölle - Whiskey, Jeans und Motorräder aus den USA

Brüssel/Washington (APA/AFP) - Die EU hat eine umfassende Liste mit US-Waren erstellt, die sie wegen der Strafzölle Washingtons auf Stahl und Aluminium ihrerseits mit Aufschlägen belegen könnte. Der Gesamtwert der Produkte beläuft sich auf 2,83 Milliarden Euro. Am 18. Mai hat die EU die Welthandelsorganisation WTO über die Gegenzölle informiert, sie könnten 30 Tage später in Kraft gesetzt werden.

Entschieden ist noch nichts. Die EU-Kommission will sich in den kommenden Tagen mit den Mitgliedstaaten abstimmen. Eine Übersicht:

EISEN und STAHL (853,8 Millionen Euro)

Die EU listet mehr als hundert Kategorien von Stahl auf, die mit Strafzöllen belegt werden könnten. Dazu gehören Grundprodukte wie Walzstahl, Stangen und Barren. Auch Ketten, Draht und Kanister sind aufgeführt. Hinzu kommt eine Reihe weiterverarbeiteter Waren: Heizlüfter, Ventilatoren, Spülbecken und Leitern. Auch "Geräte zum Backen, Braten, Grillen und Kochen" finden sich dort. Sie alleine machen schon rund 40 Millionen Euro aus.

TEXTILIEN (88,3 Millionen Euro)

Aufgeführt werden T-Shirts, Westen sowie Hosen und Shorts, worunter auch Jeans etwa der Marke Levi's fallen. Darüber hinaus stehen auch Baumwollbettwäsche sowie Männerschuhe auf der EU-Liste.

INDUSTRIEGÜTER (937,3 Millionen Euro)

Die EU hat hier stark die Kosmetikindustrie im Visier. Ihre Waren stehen mit rund 460 Millionen Euro für die Hälfte in dieser Kategorie. Betroffen wären Lippenstifte, Augen-Make-up, Präparate für Maniküre oder Pediküre und Hautpflegeprodukte. Motorräder wie die Harley-Davidson-Maschinen schlagen mit 152 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kommen noch Segel-, Ruder- und Motorboote.

LANDWIRTSCHAFTLICHE PRODUKTE (346,9 Millionen Euro)

Aufschläge droht die EU hier auf getrocknete Kidneybohnen, Mais und Reis an. Auch Orangen- oder Beerensaft sind aufgeführt.

VERARBEITETE LANDWIRTSCHAFTLICHE PRODUKTE (604,1 Millionen Euro)

Hierzu zählt die EU Zuckermais, vorgekochten Reis und Erdnussbutter. Hinzu kommen auch Zigaretten und Zigarren sowie Kautabak. Mit Abstand größter Posten ist Whiskey mit einem Gesamtwert von gut 565 Millionen Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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