US-Strafzölle - Südkorea ringt um Ausnahmen

Seoul (APA/Reuters) - Als Reaktion auf die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium mobilisiert Südkorea sämtliche Kräfte. Die Regierung werde alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und größte Bemühungen unternehmen, um auf die Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren, sagte Finanzminister Kim Dong-Yeon am Montag in Seoul.

Details nannte der Minister nicht. Seine Regierung hat bereits offiziell eine Ausnahme von den geplanten Abgaben beantragt.

Dieser Forderung soll nun auch Handelsminister Kim Hyun-Chong in den USA Nachdruck verleihen. Der Minister werde am Dienstag dorthin aufbrechen, sagte eine Sprecherin. Er hatte in den vergangenen Wochen bereits wiederholt versucht, bei Unterredungen in den USA Vorteile für die südkoreanischen Stahlproduzenten herauszuholen.

Südkorea ist der drittgrößte Exporteur von Stahl in die USA und zudem im Nordkorea-Konflikt mit der Regierung in Washington verbündet. Trump hatte am Donnerstag Zölle auf Stahl- und Alu-Importe angeordnet, die in zwei Wochen in Kraft treten sollen. Als Voraussetzung für Ausnahmen nannte er faire Handelsbeziehungen, wobei auch die Verteidigungsausgaben von Verbündeten berücksichtigt werden sollen. Bisher sind Mexiko und Kanada, die gemeinsam mit den USA die Freihandelszone NAFTA bilden, vorerst von den Abgaben ausgenommen. Die EU und Deutschland fordern ebenfalls Ausnahmen.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch