US-Strafzölle - Südkorea ringt um Ausnahmen

Seoul (APA/Reuters) - Als Reaktion auf die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium mobilisiert Südkorea sämtliche Kräfte. Die Regierung werde alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und größte Bemühungen unternehmen, um auf die Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren, sagte Finanzminister Kim Dong-Yeon am Montag in Seoul.

Details nannte der Minister nicht. Seine Regierung hat bereits offiziell eine Ausnahme von den geplanten Abgaben beantragt.

Dieser Forderung soll nun auch Handelsminister Kim Hyun-Chong in den USA Nachdruck verleihen. Der Minister werde am Dienstag dorthin aufbrechen, sagte eine Sprecherin. Er hatte in den vergangenen Wochen bereits wiederholt versucht, bei Unterredungen in den USA Vorteile für die südkoreanischen Stahlproduzenten herauszuholen.

Südkorea ist der drittgrößte Exporteur von Stahl in die USA und zudem im Nordkorea-Konflikt mit der Regierung in Washington verbündet. Trump hatte am Donnerstag Zölle auf Stahl- und Alu-Importe angeordnet, die in zwei Wochen in Kraft treten sollen. Als Voraussetzung für Ausnahmen nannte er faire Handelsbeziehungen, wobei auch die Verteidigungsausgaben von Verbündeten berücksichtigt werden sollen. Bisher sind Mexiko und Kanada, die gemeinsam mit den USA die Freihandelszone NAFTA bilden, vorerst von den Abgaben ausgenommen. Die EU und Deutschland fordern ebenfalls Ausnahmen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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