US-Strafzölle - Antwort Kanadas, Mexikos: Waschmaschinen, Rasenmäher

Ottawa/Mexiko-Stadt (APA/AFP) - Nicht nur die EU hat Gegenmaßnahmen zu den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorbereitet. Auch Kanada und Mexiko, deren Unternehmen die satten Aufschläge seit Freitag ebenfalls zahlen müssen, sind erbost und haben Gegenzölle auf Produkte angekündigt, die US-Unternehmen in großem Umfang in die Nachbarländer exportieren.

KANADA:

Handelsministerin Chrystia Freeland hat angekündigt, dass die Gegenzölle die Höhe der US-Strafzölle erreichen werden. Sie bezifferte die Summe mit 16,6 Mrd. Dollar (14 Mrd. Euro). Die kanadische Liste umfasst Stahl und Aluminium aus den USA - sowie Joghurt, Kaffee, Zucker, Klopapier, Segelboote, Matratzen, Waschmaschinen und Rasenmäher. Diese Produkte werden in US-Bundesstaaten hergestellt, deren Unternehmen besonders viel über die Grenze nach Norden exportieren. Die Gegenzölle treten am 1. Juli in Kraft.

Zugleich will Ottawa sich wie die EU an die Welthandelsorganisation (WTO) wenden, und auch im Rahmen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA werde sich Kanada über die "illegalen und kontraproduktiven" US-Strafzölle beschweren, sagte Freeland.

Allerdings: US-Handelsminister Wilbur Ross hatte die Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada und Mexiko just damit begründet, dass die Verhandlungen über eine NAFTA-Neufassung "länger dauern als wir gehofft hatten". Es gebe noch nicht einmal ein Datum für eine Neufassung.

MEXIKO:

Auch die mexikanische Regierung hatte längst eine Liste mit US-Produkten fertig, auf die künftig Gegenzölle aufgeschlagen werden sollen - sie reicht von Stahl und Aluminium über Lampen bis hin zu Äpfeln. Der Wert soll ebenfalls den der US-Strafzölle erreichen. Mexiko ist der größte Abnehmer von Aluminium aus den Vereinigten Staaten und der zweitgrößte von Stahl made in USA. Insgesamt gehen 80 Prozent aller mexikanischen Ausfuhren über die Grenze ins Nachbarland.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …