US-Stahlzölle - WTO-Chef warnt vor "Handelskrieg"

Genf (APA/dpa/AFP) - Der Chef der Welthandelsorganisation (WTO) hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Schutzzölle auf Stahl und Aluminium kritisiert. "Ein Handelskrieg ist im Interesse von Niemandem" sagte Generaldirektor Roberto Azevedo am Freitag in Genf.

"Die WTO ist eindeutig besorgt über die Ankündigung der USA von Zöllen auf Stahl und Aluminium. Es gibt echtes Potenzial für eine Eskalation, wie die ersten Reaktionen anderer (Länder) zeigen." Die WTO beobachte die Lage sehr genau.

Handelspartner wie die EU, China, Kanada und Japan können vor der WTO Beschwerde einreichen, wenn die USA die Zölle wie angekündigt verhängen.

Trump hat unterdessen mit weiteren Handelsschranken gedroht. Er plane "Gegenzölle" auf jedes Produkt, das die USA exportieren und auf das ein Handelspartner Zoll erhebe, teilte Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Handelskriege hatte er zuvor auf Twitter als gut bezeichnet, sie seien "leicht zu gewinnen".

In seiner jüngsten Botschaft schrieb Trump: "Wenn ein Land unsere Produkte mit, sagen wir mal, 50 Prozent Zoll belegt, und wir das gleiche Produkt mit null, dann ist das nicht fair und nicht klug." Daher würden die USA bald damit beginnen, Gegenzölle zu erheben. "800 Milliarden Dollar Handelsdefizit - wir haben keine Wahl", erklärte der US-Präsident.

Am Donnerstag hatte Trump hohe Strafzölle auf den Import von Stahl und Aluminium angekündigt und bei seinen Handelspartnern weltweit scharfe Kritik und Warnungen vor einem Handelskrieg ausgelöst.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

Newsticker

CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

Newsticker

Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

Newsticker

Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach