US-Stahlzölle - Deutsche Regierung zeigt sich pessimistisch

Brüssel (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung zeigt sich pessimistisch, dass der Handelsstreit mit den USA noch rechtzeitig vor der endgültigen Einführung von US-Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium gelöst werden kann. "Wir sind derzeit - und die Uhr läuft - doch weit von einer vernünftigen Lösung entfernt", sagte Europastaatsminister Michael Roth (SPD) am Dienstag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel.

Die geplanten US-Schutzzölle beruhten auf "dogmatischen und ideologischen Entscheidungen" des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Die Abgaben auf Stahleinfuhren und Aluminiumimporte werden nach derzeitigem Stand an diesem Freitag in Kraft treten und drohen, starke negative Auswirkungen auf europäische Unternehmen zu haben. Die EU bemüht sich derzeit noch, wie Mexiko und Kanada eine Ausnahmeregelung zu erhalten. Handelskommissarin Cecilia Malmström ist deswegen an diesem Dienstag und Mittwoch noch einmal zu Gesprächen in Washington. Unterstützt wird sie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der bereits seit Montag Gespräche in der US-Hauptstadt führt.

Für den Fall, dass die USA europäische Unternehmen nicht von den Einfuhrzollen ausnehmen, will die EU im Gegenzug US-Produkte wie Whiskey, Motorräder, Jeans mit neuen Zöllen belegen. "Wir wollen das natürlich nicht, aber am Ende des Tages können wir uns auch als Europäische Union nicht alles gefallen lassen", kommentierte Roth.

Die USA begründen die Einführung der Schutzzölle mit sicherheitspolitischen Interessen. Die EU geht jedoch davon aus, dass es US-Präsident Trump vor allem darum geht, die heimische Stahl- und Aluminiumindustrie zu schützen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker