US-Sojaimporte in EU um 283 Prozent gestiegen

Brüssel (APA) - Die Importe von US-Sojabohnen in die EU sind in den ersten fünf Wochen des Wirtschaftsjahres um 283 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit hätten US-Sojaimporte einen Anteil von 37 Prozent im Vergleich zu neun Prozent vor einem Jahr, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Momentan importiere die EU etwa 30 Millionen Tonnen an Sojabohnen jährlich.

Zum Großteil wird Soja als Tierfutter für Hühner, Schweine und Rinder verwendet. Wichtigster Importeur bleibe Brasilien mit einem Anteil von 52,3 Prozent, trotz eines Rückgangs von 28,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Wir zwingen niemanden, US-Sojabohnen zu kaufen, sondern lassen die Marktkräfte entscheiden", betonte eine Kommissionssprecherin am Mittwoch. Aufgrund der chinesischen Sanktionen gebe es mehr Angebot aus den USA am Markt, daher sei es für Bauern momentan marktwirtschaftlich sinnvoll, US-Sojabohnen zu kaufen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe einen zweimonatlichen Mechanismus in Kraft gesetzt, um die Entwicklung der Importe von Sojabohnen aus den USA zu beobachten. Dies sei die Weiterverfolgung der Ergebnisse der Handelsgespräche mit US-Präsident Donald Trump.

Die EU könne nun mehr Sojabohnen aus den USA importieren, betonte Juncker, "das ist eine Win-Win Situation für europäische und amerikanische Bürger." Die EU und die USA seien lange Partner und es gebe genügend Raum diese Partnerschaft auszubauen, sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. "Europäische und amerikanische Bauern profitieren beide durch die Zusammenarbeit", so Hogan.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte