US-Sender Nexstar und Media General planen Milliarden-Fusion

Am US-Fernsehmarkt bahnt sich eine milliardenschwere Fusion an. Nexstar Broadcasting und Media General wollen sich zum zweitgrößten Senderverbund des Landes zusammenschließen. Die beiden Unternehmen einigten sich nach eigenen Angaben vom Donnerstag nach monatelangen Verhandlungen auf eine Verschmelzung mit einem Volumen von 2,25 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro).

Zusammen würden die beiden Firmen landesweit fast 200 TV-Stationen besitzen, an denen zum Teil auch die großen Sender NBC, CBS, ABC und Fox beteiligt sind.

Das Vorhaben stößt allerdings auf heftigen Widerstand des kleineren Rivalen Meredith, den Media General im vergangenen Jahr erwerben wollte. Media General legte Meredith ein Gebot in Höhe von 2,34 Mrd. Dollar vor.

Meredith will an der geplanten Übernahme durch Media General festhalten, obwohl Media General diverse Vorschläge zur Beendigung des Abkommens unterbreitet hat. Der aktivistische Investor Starboard Value hatte im vergangenen September eine 4,5-prozentige Beteiligung an Media General bekanntgegeben und das Unternehmen zum Verkauf an Nexstar gedrängt. Seit Jahren suchen US-Sender nach Möglichkeiten für Zukäufe, um sich lukrative Kunden für Werbung zu sichern. Größte US-Sendeanstalt ist Tribune gemessen am Marktanteil.

An der New Yorker Börse legten Nexstar-Aktien bis zum frühen Nachmittag um 5,4 Prozent zu. Media-General-Anteilsscheine verteuerten sich um 4,2 Prozent, während Meredith-Papiere 1,7 Prozent nachgaben.

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