US-Rückversicherer Axis und PartnerRe bündeln ihre Kräfte

New York - In der Rückversicherungsbranche setzt die lang erwartete Marktbereinigung ein. Die beiden US-Unternehmen Axis Capital und PartnerRe gaben am Sonntagabend ihre Fusionspläne bekannt. Entstehen soll ein Konzern mit einem Börsenwert von rund 11 Mrd. Dollar (9,8 Mrd. Euro), der zur weltweiten Nummer fünf aufrückt und damit die französische Scor überholt.

Die Brutto-Prämieneinnahmen liegen den Angaben zufolge zusammen bei über 10 Mrd. Dollar.

Die Führungsgremien beider Unternehmen haben den "Zusammenschluss auf Augenhöhe" bereits abgesegnet. Durch einen Aktientausch werden die Anleger von PartnerRe am Ende knapp 52 Prozent des fusionierten Konzerns halten. Im Chefsessel soll aber Albert Benchimol sitzen, der bisher Axis Capital führte.

Rund um den Globus stehen Rückversicherer unter Druck, weil ihre Kunden, die Erstversicherer, in schadenarmen Zeiten weniger Absicherung für Naturkatastrophen in Anspruch nehmen. Außerdem drängen neue Anbieter wie Fonds auf den Markt. Das drückt die Preise. Analysten erwarten daher, dass immer mehr klassische Rückversicherer ihre Kräfte bündeln werden. "Alles was zählt, ist eine gewisse Größe zu erreichen", kommentierte Analyst Ben Cohen von der Vermögensverwaltung Canaccord Genuity den jüngsten Deal. Er geht davon aus, dass Scor schon bald mit einer Übernahme nachzieht, um nicht an Boden zu verlieren. Die Top-3 der Branche sind die Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro