US-Republikaner legen Entwurf für Senkung der Unternehmensteuer vor

Washington (APA/dpa) - Die Mehrheitsfraktion der Republikaner im US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag einen ersten Vorschlag für eine Steuerreform in den USA vorgelegt, die Konzerne und Bürger entlasten soll.

Mit dem Modell solle eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichem Einkommen von knapp 60.000 Dollar (51.670,69 Euro) pro Jahr mit 1.182 Dollar entlastet werden, sagte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan.

Ferner solle das System deutlich vereinfacht werden. "Die Steuererklärung wird künftig auf eine Postkarte passen", hieß es weiter.

Kernpunkt der Reform ist jedoch die Unternehmenssteuer, mit der US-Betriebe deutlich entlastet und international wettbewerbsfähiger gemacht werden sollen. Der Höchststeuersatz für Unternehmen soll von 35 auf 20 Prozent sinken.

Für Haushalte sollen künftig vier Steuerklassen gelten - 12, 25, 36 und 39,5 Prozent. Der Höchstsatz wurde erhalten, um dem Vorwurf zu entgehen, die Reichen zu entlasten.

Der Entwurf muss neben dem Repräsentantenhaus noch den Senat passieren - dort werden weitere deutliche Veränderungen erwartet. Vor allem ist trotz einer bereits eingetretenen Verwässerung im Vergleich zu den Vorschlägen aus dem Weißen Haus ungeklärt, wie der Rückgang der Steuereinnahmen gegenfinanziert werden soll. Präsident Donald Trump hatte angekündigt, er wolle noch vor Weihnachten ein Steuergesetz unterschreiben. Skeptiker halten dies für einen gewagten Zeitplan.

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies