US-Regierung lässt geplante Qualcomm-Übernahme durch Broadcom prüfen

Bangalore (APA/Reuters) - Die US-Regierung hat eine Überprüfung des 117 Mrd. Dollar (95,07 Mrd. Euro) schweren Gebots des Chipherstellers Broadcom aus Singapur für den US-amerikanischen Anbieter Qualcomm angeordnet. Dieser ungewöhnliche Schritt schürte Bedenken, dass die Mega-Übernahme am Ende nicht genehmigt werden könnte.

Das zuständige US-Sicherheitsgremium CFIUS schaut sich normalerweise keine geplanten Deals an, sondern geht erst nach der Unterzeichnung einer Fusion in die Prüfung. Das Vorgehen wird als Hinweis darauf gewertet, dass die USA Angst darum haben, dass ihre heimische Halbleiter-Technologie durch die Übernahme des Konzerns aus Singapur gefährdet ist. Nach Reuters-Informationen plant Broadcom deswegen auch, seinen Hauptsitz in die USA zurückzuverlagern. Im Zuge einer CFIUS-Anordnung verschob Qualcomm seine Hauptversammlung um rund einen Monat auf den 5. April, damit das Gremium Zeit für seine Überprüfung hat.

Die Chipbranche wird gerade von einer Konsolidierungswelle überrollt. Forschung und Entwicklung - auch angesichts neuer notwendiger Halbleiter für die 5G-Technologie - werden für die Anbieter immer teuer. In diesem Bereich gilt Qualcomm als einer der größten Konkurrenten von Huawei aus China. Insider befürchten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an Huawei verkaufen könnten.

Die Broadcom-Aktien gingen am Montag mit einem Abschlag von 1,6 Prozent aus dem Handel. Die Papiere von Qualcomm verloren 1,3 Prozent.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los