US-Regierung lässt geplante Qualcomm-Übernahme durch Broadcom prüfen

Bangalore (APA/Reuters) - Die US-Regierung hat eine Überprüfung des 117 Mrd. Dollar (95,07 Mrd. Euro) schweren Gebots des Chipherstellers Broadcom aus Singapur für den US-amerikanischen Anbieter Qualcomm angeordnet. Dieser ungewöhnliche Schritt schürte Bedenken, dass die Mega-Übernahme am Ende nicht genehmigt werden könnte.

Das zuständige US-Sicherheitsgremium CFIUS schaut sich normalerweise keine geplanten Deals an, sondern geht erst nach der Unterzeichnung einer Fusion in die Prüfung. Das Vorgehen wird als Hinweis darauf gewertet, dass die USA Angst darum haben, dass ihre heimische Halbleiter-Technologie durch die Übernahme des Konzerns aus Singapur gefährdet ist. Nach Reuters-Informationen plant Broadcom deswegen auch, seinen Hauptsitz in die USA zurückzuverlagern. Im Zuge einer CFIUS-Anordnung verschob Qualcomm seine Hauptversammlung um rund einen Monat auf den 5. April, damit das Gremium Zeit für seine Überprüfung hat.

Die Chipbranche wird gerade von einer Konsolidierungswelle überrollt. Forschung und Entwicklung - auch angesichts neuer notwendiger Halbleiter für die 5G-Technologie - werden für die Anbieter immer teuer. In diesem Bereich gilt Qualcomm als einer der größten Konkurrenten von Huawei aus China. Insider befürchten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an Huawei verkaufen könnten.

Die Broadcom-Aktien gingen am Montag mit einem Abschlag von 1,6 Prozent aus dem Handel. Die Papiere von Qualcomm verloren 1,3 Prozent.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor