US-Popstar Prince mit 57 Jahren gestorben

Der US Popmusiker galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte.

Minneapolis (Minnesota) Der amerikanische Popmusiker Prince ist überraschend im Alter von 57 Jahren gestorben. Er starb am Donnerstag in seinem Anwesen in Minnesota, wie eine Sprecherin des Sängers der sagte. Der 1958 in Minneapolis geborene Prince galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Mit Songs wie "Purple Rain", "Sign o' the Times", "Kiss" und "When Doves Cry" feierte er Welterfolge.

"Mit großer Trauer bestätige ich, dass die legendäre Sängerikone Prince Rogers Nelson heute Morgen im Alter von 57 Jahren in seinem Anwesen in Paisley Park gestorben ist. Es gibt bisher noch keine weiteren Informationen über die Todesursache."

Zuvor hatte die Polizei im US-Staat Minnesota per Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass es im Anwesen des Sängers einen Todesfall gegeben habe. Einsatzkräfte seien am Ort.

Der Sheriff wollte auf telefonische Nachfrage zunächst nicht bestätigen, dass es sich bei dem Toten um Prince handelte, wie zahlreiche US-Medien berichteten. Vor wenigen Tagen war der Musiker im Krankenhaus gewesen, nachdem sich sein Zustand nach einer Grippe verschlechtert hatte. Zuletzt hatte Prince aus gesundheitlichen Gründen Medienberichten zufolge auch zwei Konzerte abgesagt.

Mit seinem einzigartigen Stil zwischen R&B, Funk, Rock und Soul galt Prince als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Der siebenfache Grammy-Gewinner ging sehr häufig auf Tour. Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker.

Er nahm hunderte Titel auf, die bis heute unveröffentlicht sind. Immer wieder experimentierte er mit verschiedenen Stilen und band diese zu einem unverwechselbaren Werk zusammen.

Mehrfach trat Prince auch in Österreich auf, so etwa im Jahr 1993 auf der Wiener Donauinsel und im Juni 2014 in der Wiener Stadthalle. Im vergangenen November hätte er im Wiener Konzerthaus spielen sollen. Seine Europatournee wurde aber nicht zuletzt wegen der Terroranschläge von Paris verschoben.

"Die Welt hat eine Menge Magie verloren. Ruhe in Frieden", schrieb die Musikerin Katy Perry auf Twitter. "Taub. Fassungslos. Das kann nicht echt sein", schrieb ihr Kollege Justin Timberlake. "Prince kann nicht sterben", twitterte der Rapper Ice-T.

"Ein gewaltiger Verlust für uns alle! Was für ein Genie! Sprachlos", schrieb der Schauspieler Samuel Jackson. Prince sei "brillant und größer als das Leben gewesen", twitterte die TV-Moderatorin Ellen DeGeneres. "Was für ein trauriger Tag."

Prince sei einer der begabtesten Talente aller Zeiten gewesen, teilte die Recording Academy mit, die jedes Jahr die Grammys verleiht. "Niemals konformistisch hat er unsere musikalische Landschaft neu definiert und für immer verändert. Prince war ein Original, das so viele beeinflusst hat, und sein Erbe wird für immer fortleben."

"Ich vermisse meinen Bruder", trauert der schwarze Regisseur Spike Lee um den Sänger. "Prince war eine lustige Katze. Großartiger Sinn für Humor." Prince sei "zu früh" gegangen, twitterte der US-Rapper MC Hammer. "Ich habe diesen Mann geliebt." Sein Tod sei einfach nicht zu verstehen. Auch Chelsea Clinton, die Tochter von Bill und Hillary Clinton, bekundete ihre Trauer: "Danke, Prince. All meine Gedanken und Gebete sind mit allen, die dich geliebt haben."

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Brüssel/Luxemburg (APA) - Im Ringen um den künftigen EU-Finanzrahmen lässt die Europäische Investitionsbank (EIB) mit innovativen Ideen aufhorchen. "Der Umstieg auf Finanzinstrumente bietet eine große Chance", sagte EIB-Vizepräsident Andrew McDowell im Gespräch mit der APA. "Denn mit den Finanzinstrumenten besitzen wir die Möglichkeit, die knappen öffentlichen Mittel in Europa zu vervielfachen."
 

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EIB-Vize: "Große Chance" für EU-Budget durch Finanzinstrumente

Washington (APA/dpa) - Noch vor dem Ende der Olympischen Winterspiele in Südkorea will die Regierung von US-Präsident Donald Trump zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. "Heute gebe ich bekannt, dass wir das größte Maß an neuen Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea verhängen, das es je gegeben hat", sagte Trump am Freitag mit Verweis auf eine Rede, die er im Tagesverlauf halten wollte.
 

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USA kündigen weitere Sanktionen gegen Nordkorea an