US-Pharmariese Merck trotz Verlust optimistisch

Whitehouse Station (APA/dpa-AFX) - Gute Geschäfte mit dem Krebsmittel Keytruda machen dem US-Pharmakonzern Merck & Co mehr Hoffnung auf den Rest des Jahres. Obwohl milliardenschwere Sonderkosten aus der neuen Kooperation mit AstraZeneca dem Konzern im Sommerquartal rote Zahlen einbrockten, schraubte das Management seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2017 bei der Vorlage der Quartalszahlen am Freitag nach oben.

So soll der Umsatz im laufenden Jahr nun 40 bis 40,5 Mrd. US-Dollar (34 bis 34,5 Mrd. Euro) erreichen - um mindestens 600 Millionen mehr als zuletzt angekündigt. Der Gewinn je Aktie soll mit 1,78 bis 1,84 Dollar mindestens 18 Cent höher ausfallen als bisher gedacht. Sondereffekte herausgerechnet, liegt das Gewinnziel nun bei 3,91 bis 3,97 Dollar je Aktie.

Im dritten Quartal musste Merck & Co jedoch einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar hinnehmen. Dabei spielte das Krebsmittel Keytruda mit gut einer Milliarde Dollar fast dreimal so viel ein wie ein Jahr zuvor. Allerdings hat Merck den Patentschutz führ andere wichtige Medikamente verloren und bekam daher mehr Wettbewerb zu spüren.

Unter dem Strich verbuchte Merck & Co einen Quartalsverlust von 56 Mio. Dollar. Hier schlugen Zahlungen für die gemeinsame Entwicklung von Medikamenten mit AstraZeneca mit 2,35 Mrd. Dollar negativ zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen Gewinn von 2,2 Mrd. Dollar gemacht. Sonderposten herausgerechnet, schnitt der Konzern diesmal aber besser ab als von Analysten erwartet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte