US-Notenbanker dringt auf frühe Zinswende

Washington - Der US-Notenbanker Jeffrey Lacker dringt wegen des Aufschwungs in den Vereinigten Staaten auf eine baldige Zinserhöhung. "Nach jetzigem Stand spricht vieles dafür, dass das Zinsniveau eigentlich höher liegen sollte", sagte der Chef der Notenbank des Bezirks Richmond am Dienstag.

Falls sich die Wirtschaft wie erwartet weiter entwickle, habe der Offenmarktausschuss FOMC der Federal Reserve auch bei dem Treffen im Juni "starke Argumente" für eine Anhebung an der Hand.

Laut Fed-Chefin Janet Yellen hat die Notenbank eine Abkehr vom geldpolitischen Krisenmodus fest ins Auge gefasst. Dennoch will sie zuvor eine weitere Erholung am Arbeitsmarkt abwarten. Zudem will sie belastbare Hinweise darauf haben, dass sich die vor sich hindümpelnde Inflationsrate wieder auf den Zielwert von zwei Prozent hinbewegt. Die meisten Experten rechnen damit, dass der rekordniedrige Schlüsselzins von null bis 0,25 Prozent im Juni oder in den späteren Sommermonaten angehoben wird.

Nach Ansicht Lackers, der dieses Jahr im FOMC stimmberechtigt ist, wird sich der Jobmarkt weiter erholen und sich in den nächsten Monaten auch ein Lohnzuwachs für die Arbeitnehmer einstellen. Zugleich sei der Ölpreisverfall ein vorübergehendes Phänomen, sodass das Inflationsziel mittelfristig wieder erreicht werden dürfte. Für das Gesamtjahr erwartet Lacker, der als Vertreter einer stabilitätsorientierten Linie im FOMC gilt, ein Wirtschaftswachstum von zwei bis 2,5 Prozent.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder