US-Notenbanker Kashkari hält Zinsanhebung im Juni für möglich

Washington - Der US-Notenbanker Neel Kashkari schließt eine weitere Zinsanhebung in den Vereinigten Staaten im Juni nicht aus. "Das ist möglich", sagte der Präsident der Notenbank von Minneapolis am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Schließlich könnten sich die Rahmendaten etwa zur Lohnentwicklung, der Arbeitslosenquote und zum Inflationsausblick bis dahin so weit verbessern, dass dies der Notenbank ausreiche. Allerdings wolle er nichts vorwegnehmen.

Auch halte er es für wenig sinnvoll, darüber zu spekulieren, wie oft die Fed die Zinsen in diesem Jahr noch erhöhen könne. "Wenn wir (bei der Fed) eine Vorhersage zur Zahl der Anhebungen machen und dann ändern wir unsere Meinung, dann flippen alle aus", sagte Kashkari mit Blick auf die oft nervösen Finanzmärkte. Letztlich hänge jede Zinsentscheidung der Notenbank davon ab, wie sich die Wirtschaft entwickle.

Kashkari stellte sich hinter den Kurs von Fed-Chefin Janet Yellen, bei dem Thema moderat und vorsichtig vorzugehen. So seien die Zinsen auf dem aktuellen Niveau "absolut angemessen". Schließlich sorge die konjunkturstützende Zinspolitik der Fed dafür, dass Menschen, die teils über Jahre ohne Arbeit gewesen seien, wieder einen Job bekämen.

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren die Zinsen wieder angehoben. Aktuell liegen sie zwischen 0,25 und 0,5 Prozent, was historisch gesehen immer noch äußerst niedrig ist und auch Gefahren birgt - etwa von Preisblasen auf dem Immobilienmarkt. Generell will die Fed die Zinsen daher weiter anheben. Sie sorgt sich aber, dass bei einer Verteuerung der Kredite Verbraucher und Firmen weniger Geld für den Konsum beziehungsweise Investitionen ausgeben. Daher will sie die Wirtschaft zunächst in einem relativ stabilen Fahrwasser sehen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro