US-Notenbanker bringt höheres Inflationsziel ins Spiel

Washington - Ein führender US-Notenbanker fordert die Erhöhung des erst vor drei Jahren festgelegten Inflationsziels. Der Zentralbanker Eric Rosengren sagte der "Financial Times", er wolle im Führungsgremium FOMC eine Diskussion darüber anstoßen.

Da die amerikanische Notenbank Fed nach dem Ausbruch der Finanzkrise bereits Ende 2008 ihre Möglichkeiten von Zinssenkungen ausgeschöpft hatte, musste sie auf unkonventionelle Maßnahmen wie den massenhaften Ankauf von Wertpapieren ausweichen. Der Chef der Notenbank von Boston will der Fed in Zukunft mehr Spielraum verschaffen, mit konventionellen Mitteln zu agieren: "Wenn das Inflationsziel höher angesetzt würde, könnte dies auch höhere Zinssätze bedeuten." Damit werde der Fed mehr Freiraum für Zinssenkungen verschafft, bevor sie zu unorthodoxen Mitteln greifen müsse.

2012 hat sich die Notenbank das Ziel einer Teuerungsrate von 2 Prozent gesetzt und diese Marke seither nicht erreicht. Rosengren ist dieses Jahr in dem für die Zinspolitik zuständigen FOMC nicht stimmberechtigt, kann aber mit Debattenbeiträgen an der Meinungsbildung in dem Führungsgremium teilnehmen.

Er wagt seinen Vorstoß in einer heiklen Phase, in der die Notenbanker über eine Zinserhöhung nachdenken. Viele fordern aber, dass sich der Arbeitsmarkt zuvor noch erholen und die Inflation tendenziell wieder Richtung Zielwert der Fed bewegen muss. Zuletzt hatten die Verbraucherpreise im Sog steigender Benzinpreise leicht angezogen. Viele Experten rechnen damit, dass die Fed die Zinsen im Laufe des Sommers anheben wird.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma