US-Notenbanker gehen von baldiger Zinsanhebung aus

Washington (APA/dpa-AFX) - Einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Juni steht offenbar nichts mehr im Wege. Die meisten Mitglieder halten eine baldige Anhebung für wahrscheinlich angemessen, wie aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. und 2. Mai hervorgeht.

Die Fed hatte Anfang Mai bei ihrem allmählichen geldpolitischen Straffungskurs eine Pause eingelegt und den Leitzins unverändert innerhalb einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent gelassen.

Für die kommende Sitzung Mitte Juni dagegen wird an den Finanzmärkten inzwischen fest mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Unterschiedliche Meinungen habe es jedoch zu der Frage gegeben, wie viele Zinserhöhungen in Zukunft angemessen seien, hieß es weiter in dem Protokoll. Ein moderater Anstieg der Inflation über die angepeilten zwei Prozent hinaus könne unterdessen sogar hilfreich sein.

An den Finanzmärkten gab es verhaltene Reaktionen auf die heutige Veröffentlichung.

Der Eurokurs fiel kurzzeitig leicht auf sein Tagestief von 1,1676 US-Dollar, legte im Anschluss aber wieder zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere gab leicht nach. Am US-Aktienmarkt dämmten die Kurse ihre vorherigen Verluste zunächst etwas ein.

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