US-Notenbank-Chefin Yellen verlässt die Fed

Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen verlässt die Federal Reserve (Fed) - und zwar ganz. Ihre Amtszeit als Chefin endet im Februar, der Nachfolger ist bereits ernannt. Doch die 71-Jährige verzichtet auch auf ihren Posten im Gouverneursrat der Federal Reserve, den sie bis 2024 behalten könnte, wie Yellen bekanntgab.

Indirekt mahnte sie US-Präsident Donald Trump, die seit der Finanzkrise verabschiedeten Finanzreformen nicht zurückzudrehen. Die US-Wirtschaft sei nach der Krise der Jahre 2008 und 2009 weiter auf Erholungskurs, schrieb Yellen in ihrem Abschiedsbrief an den Präsidenten. Dabei hätten die Finanzreformen positiven Einfluss gehabt.

"Ich bin dankbar, dass das Finanzsystem sehr viel stärker ist als vor einem Jahrzehnt, besser gegen künftige Erschütterungen gewappnet und besser geeignet, die wirtschaftlichen Bestrebungen amerikanischer Familien und Unternehmen zu unterstützen."

Yellen wiederholte, sie vertraue darauf, dass ihr Nachfolger Jerome Powell die "Mission" der Fed weiterführe. Auch Beobachter erwarten, dass er keinen neuen Kurs fahren, sondern die behutsame Zinspolitik Yellens fortsetzen wird. Powell gehört seit 2012 dem Gouverneursrat der Notenbank an. Yellen hat er in ihrem Kurs stets unterstützt.

Die scheidende Notenbankchefin ist die erste auf diesem Posten ohne zweite Amtszeit. Jahrzehntelang war es üblich, dass die Präsidenten die von ihrem jeweiligen Vorgänger ernannten Fed-Vorsitzenden im Amt belassen. Trump brach mit dieser Tradition.

Der Präsident muss mit dem Abgang Yellens aus dem Gouverneursrat vier neue Mitglieder des Gremiums ernennen und kann damit auch die künftige Geldpolitik und Finanzmarktregulierung beeinflussen. Medienberichten zufolge will er Mohamed El-Erian, derzeit Wirtschaftsberater des Versicherungsriesen Allianz, als Vize-Chef der Fed nominieren.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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