US-Konzern Dole von Mordvorwürfen freigesprochen

Los Angeles - Der US-Nahrungsmittelkonzern Dole ist vom Vorwurf der Verwicklung in mehrere Dutzend Morde in Kolumbien freigesprochen worden. Ein Gericht in Los Angeles verwarf am Dienstag eine Klage, in der dem multinationalen Konzern vorgeworfen wurde, zwischen 1997 und 2006 im kolumbianischen Bürgerkrieg die rechtsextreme AUC-Miliz finanziert zu haben, die für 57 Morde verantwortlich gemacht wurde.

Die Klage war 2009 von 167 Klägern eingereicht worden. Laut den Anwälten der Kläger handelte es sich bei den Opfern um Gewerkschafter oder Landbesitzer, auf deren Grund Dole Bananen anbauen wollte. Demnach wurden die Opfer auf Anweisung des Konzerns durch die Paramilitärs ermordet. Dole wies die Vorwürfe stets zurück.

Die Rechtsvertreterin von Dole, Genevieve Kelly, erklärte nach dem Gerichtsentscheid, dieser sei längst überfällig, und der Prozess hätte nie stattfinden dürfen.

"Die Anwälte der Kläger haben während des fast siebenjährigen Prozesses böswillig gehandelt, indem sie dem Unternehmen unberechtigte Zahlungen abzupressen versuchten und falsche und hetzerische Äußerungen machten", erklärte Kelly. Gegen das Gerichtsurteil ist kein Einspruch möglich.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

Newsticker

EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

Newsticker

Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

Newsticker

Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia